Auch zum Ausklang dieses bewegten Jahres reißen die schlechten Nachrichten für unser Passau nicht ab. Die Hochwasserlage hat sich nicht entscheidend entspannt – nach diesem Jahrhundertsommer bräuchten wir trotzdem einen gewaltigen Dauerregen, um die Grundwasserspeicher überhaupt wieder aufzufüllen. Und auch um die Brücken über unsere leidenden Flüsse steht es laut offiziellem technischen Gutachten nicht gut: Die beliebte, das Stadtbild prägende Hängebrücke ist so marode, dass sie am besten abgerissen werden müsste.
Dabei haben wir sie doch erst vor ein paar Jahren generalsaniert! Nicht nur der Passauer Stadtrat fragt sich, wofür die Millionen eigentlich ausgegeben wurden, die die Sanierung damals gekostet hat.
Und jetzt soll alles möglichst schnell gehen: Drei, vier Varianten wurden aus dem Hut gezaubert, und noch in diesem Jahr soll entschieden werden, welche Brücke denn nun gebaut wird. Der unbedarfte Beobachter reibt sich die Augen. Dauert die Planung solcher Großprojekte sonst gern mehrere Jahre, überschlagen sich hier geradezu die Ereignisse.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Hat man vielleicht schon geahnt, dass es mit der Sanierung nicht reicht? Warum hat man diese Untersuchung nicht schon damals angestellt – und ist sie wirklich so gründlich, wie sie vorgibt? Oder ist diese Brücke wegen der niedrigsten Durchfahrtshöhe bis zum Schwarzen Meer nicht sowieso ein Hindernis auf der Bundeswasserstraße Donau? Dann soll sie auch der Bund bezahlen!
Fragen über Fragen, die sich stellen und auf Antworten warten – bevor man zu Schnellschüssen anlegt.
Servus. Euer Jack Oby