Wenn nun die Wochen der Konstituierungen in den neugewählten kommunalen Gremien abgeschlossen sind, beginnt der Weg durch die lange Ebene der Kommunalpolitik, der manchmal auch recht bergig und steinig sein kann.
Natürlich wünschen wir unseren gewählten Vertretern viel Erfolg und ein glückliches Händchen beim Bohren der dicken Bretter, die sich ihnen in den Weg stellen.
Dabei ist es manchmal recht hilfreich, in die vielen, oft geheimen und versteckten Schubladen zu schauen, in denen sich so manche Pläne und vorhaben verkrochen haben.
Einer, der mir dabei einfällt, ist zwar schon sehr alt und dürfte mittlerweile eine dicke Schicht Staub angesetzt haben, ist der Plan zum Bau einer Seilbahn zur Veste Oberhaus in Passau.
Darf man dem Stadtarchivar Richard Schaffner glauben, liegt die Ersterwähnung dieses Plans schon über hundert Jahre zurück.
Aber erst etwa sechs Jahren ist es her, dass ein umtriebiger Passauer Reiseunternehmer einen Antrag auf die Errichtung eben jener Seilbahn stellte.
Dann kam Corona, und der Plan landete in eben erwähnter Schublade! Nun, da neue Zeiten anbrechen, aber alte Probleme angegangen werden sollten, bietet eine solche Verkehrsverbindung einige Chancen.
Nicht nur könnte mit einer Seilbahn zum Oberhaus ein ganzer Stadtteil neu erschlossen und die Touristenströme ein wenig aus der Altstadt verlagert werden, sondern auch die Anbindung des kulturellen Raums in und um die Veste könnte gelingen.
Es ist auch eine neue Zeit für dieses faszinierende Verkehrsmittel angebrochen. Paris, München, Köln, all diese Städte planen oder bauen schon Seilbahnen, nicht nur als Beförderungsmittel für Besucher irgendwelcher Sehenswürdigkeiten, sondern als schnell implementierbares, leistungsstarkes Verkehrsmittel.
Bei der Topografie Passaus wäre es vielleicht wirklich ein bedenkenswerter Versuch, es einmal auszuprobieren, zumal der Erbauer angeboten hat, die Bahn bei Nichtgefallen einfach wieder abzubauen!
Ihr Jack Oby und die INNSIDER