Vor wenigen Monaten freuten wir uns nach einem eher kühlen Mai noch auf die warme Jahreszeit. Dass uns dieser Sommer dann das Fürchten lehren würde, hatte kaum jemand erwartet. Gewarnt wurde allerdings schon lange: Wissenschaftler, allen voran vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, weisen seit Jahren auf die Folgen des menschengemachten Klimawandels hin. Dass sie uns nun mit solcher Wucht treffen, darf niemanden mehr kaltlassen.
Diese Katastrophe muss endlich Folgen haben. Unsere Städte, vor allem Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, müssen besser auf extreme Hitze vorbereitet werden. Mehr Grün, mehr Schatten, mehr Hitzeoasen – all das ist kein Luxus mehr, sondern überfällig.
Und für unsere Region gilt das nicht nur mit Blick auf Hitzewellen. Der Klimawandel zeigt sich auch in heftigeren Flutwellen. Wer wie wir im Einzugsbereich von drei Flüssen lebt, weiß, was das bedeutet. Die letzte große Flut liegt nun 13 Jahre zurück, doch passiert ist seitdem erschreckend wenig.
Es ist höchste Zeit, die vorhandenen Pläne und Studien nicht länger in Schubladen verschwinden zu lassen, sondern endlich zu handeln – etwa bei der Innstudie oder dem ausgesetzten Bau von Flutpoldern an der Donau. Denn diese Projekte schützen nicht nur besser vor Hochwasser, sie helfen auch, Wasser für Trockenzeiten zu speichern.
Unbequem? Sicher.
Aber Wegschauen können wir uns nicht mehr leisten.
Ihr Jack Oby und die INNSIDER