Bei der anstehenden Kommunalwahl spielen Verkehrsfragen eine zentrale Rolle. Vor allem im regionalen Oberzentrum Passau stehen sie oft im Mittelpunkt der Diskussionen. Speziell die Frage des Brückenbaus ist umstritten.
Unbestritten ist die Notwendigkeit eines neuen Brückenschlags, sind doch die alten in die Jahre gekommen und teilweise so marode, dass sie für den Schwerlastverkehr gesperrt worden sind. Eine neue Brücke muss also zwingend her, bevor man die alten sanieren kann.
Aber wohin soll man sie bauen? Hier scheiden sich die Geister.
Soll man sie stromabwärts zu den österreichischen Nachbarn bauen oder doch eher „woidwärts“, weiter in Richtung Tschechien? Das scheint neben praktischen Überlegungen auch eine Frage des Glaubens und des Wohnortes zu sein.
Fest steht, dass es für den neuen Pontifex Maximus, also den neuen Oberbürgermeister als oberster Brückenbauer, zu einer seiner schwierigsten Entscheidungen werden kann, wohin die neue Brücke denn nun geschlagen werden soll.
Das Wichtigste scheint mir aber, dass überhaupt Brücken gebaut werden, die nach den Grabenkämpfen der Wahlschlacht zu den verschiedenen politischen Lagern führen. Denn gerade in den Gemeinderäten und Stadtparlamenten geht es doch in erster Linie darum, die besten Entscheidungen für die Bürger zu treffen und nicht um parteipolitische Präferenzen.
Brücken sollten wir auch zu den europäischen Nachbarn bauen, damit wir nicht unversehens von einer europäischen Zentralstadt zur Frontstadt werden
Ihr Jack Oby und die INNSIDER