2. Bayerisch-Tschechischer Unternehmertag

Verein wild&weiblich mit bayerischen und tschechischen Unternehmerinnen mit dabei

Bayerische und tschechische Unternehmerinnen freuten sich über ein Wiedersehen beim 2. Bayerisch- Tschechischen Unternehmertag in Röhrnbach: Bettina Steglich, wild&weiblich-Schatzmeisterin (li.), Helena Cvetlova, Vorsitzende der zentralböhmischen Unternehmerinnenorganisation STAMP in Prag (3.v.l.), Organisatorin Jaroslava Pongratz (7.v.l.), Netzwerkmanagerin Bayern-Böhmen bei der
Europaregion Donau-Moldau, Initiator Bertram Vogel, Geschäftsführer des Niederbayern-Forums e.V. (8.v.l.), wild&weiblich-Vorsitzende Roswitha Prasser (9.v.l.) und Max Haidl, Inhaber der HAIDL Fenster und Türen GmbH, der sein Atrium für die Veranstaltung zur Verfügung stellte.
(Foto: Bezirk Niederbayern, Manuela Lang)

Nahe der Grenze zu unseren südböhmischen Nachbarn fand in diesem Jahr die zweite Auflage des Bayerisch-Tschechischen Unternehmertags statt. Ziel der Veranstalter ist es, für aktuelle Herausforderungen zu sensibilisieren und neue Kooperationen im gemeinsamen Wirtschaftsraum zu initiieren, um die Zusammenarbeit in der Grenzregion zu intensivieren. Die Veranstaltung wurde von der Europaregion Donau-Moldau und vom Niederbayern-Forum
organisiert.

Das 2. Bayerisch-Tschechische Unternehmertreffen in Röhrnbach nutzte auch das grenzüberschreitende
Unternehmerinnen-Netzwerk des Vereins wild&weiblich zu einem Wiedersehen mit tschechischen Kolleginnen aus Südböhmen und Prag. “Wir haben uns besonders gefreut, dass neben Kolleginnen aus Südböhmen sogar sechs Unternehmerinnen aus Prag unserer Einladung zu diesem Treffen gefolgt waren”, sagt wild&weiblich-Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser. Nach der Betriebsführung und dem offiziellen Teil im HAIDL-Atrium tauschte man sich im Landhotel Postwirt in Rosenau noch über verschiedene Themen aus dem Unternehmerinnen-Alltag aus und vertiefte das grenzüberschreitende Netzwerk, das bereits seit 2004 besteht.

Schauten beim zweiten Bayerisch-Tschechischen Unternehmertag auf Augenhöhe gemeinsam in die Zukunft: Sebastian Gruber, Landrat Landkreis Freyung-Grafenau, Bertram Vogel, Geschäftsführer Niederbayern-Forum e.V., Kaspar Sammer, Geschäftsführer Euregio Bayerwald-Böhmerwald-Unterer Inn, Dr. Holger Wittges, Geschäftsführer Zentrum Digitalisierung Bayern GmbH, Max Haidl, Inhaber und Geschäftsführer HAIDL Fenster und Türen GmbH, Ludek Keist, Direktor der Südböhmischen Wirtschaftskammer, Jaroslava Pongratz, Netzwerkmanagerin Bayern-Böhmen, Dr. Jürgen Weber, Bereichsleiter Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr, Regierung von Niederbayern, Katharina Wierer, Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Peter Sonnleitner, IHK Niederbayern, Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Technische Hochschule Deggendorf, Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident von Niederbayern
(Foto: Bezirk Niederbayern, Manuela Lang)

Die Vorsitzende der Zentralböhmischen
Unternehmerinnenorganisation STAMP, Helena Cvetlova, bedankte sich für die Einladung zu diesem interessanten Treffen und lud ihrerseits die wild&weiblich-Mitglieder im Herbst zu einem Gegenbesuch in Prag ein.

In den letzten Jahrzehnten hat sich viel im Verhältnis zwischen Deutschland und Tschechien getan. Einer, der das gut beurteilen kann, ist Dr. Jürgen Weber, Abteilungsleiter Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr bei der Regierung von Niederbayern. Als er in seinen beruflichen Anfangsjahren Kontakte über die Grenzen hinweg aufbauen wollte, musste man im Vorfeld noch einen Antrag beim Verfassungsschutz einreichen und hinterher einen ausführlichen Bericht dazu abliefern. Beim deutschtschechischen Unternehmertag in Röhrnbach, der nun zum zweiten Mal stattfand, zeigt sich Weber begeistert vom guten Besuch der Firmenvertreter dies- und jenseits der Grenze – 200 Gäste kamen insgesamt.

Sich auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam in die Zukunft zu gehen, sei „sehr wichtig“. Vor allem, wenn es sich um Digitalisierung handelt, die bei der Veranstaltung am Donnerstag thematisch über allem stand. „Gerade unsere Technologiepolitik war lange nur auf den Freistaat Bayern bezogen, aber heute sehen wir, dass es diese in die Europaregionen hinauszutragen gilt. Wir müssen internationale Ansätze finden, anstatt dass jeder für sich denkt und handelt.“ Doch auch ganz abgesehen von der Digitalisierung sollten die noch bestehenden bürokratischen Hindernisse in Sachen Ausbildung und deren Anerkennung im Nachbarland abgebaut werden. Der deutsch-tschechische Unternehmertag sei deshalb ein „ganz wichtiger Schritt“ hin zu noch mehr Normalität in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Nach den einzelnen Vorträgen und Best-Practice-Beispielen hatte man die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und auf einer Notiz-Wand konnten Interessenten ihre Visitenkarten hinterlassen und angeben, welche Partner sie suchen und welche Leistungen sie selbst anbieten.

Jaroslava Pongratz, die Netzwerkmanagerin der Europaregion, wird diese Angaben später aufbereiten,
die Beteiligten kontaktieren und damit versuchen, internationale Kooperationen zu ermöglichen. „Wir
haben schon viel erreicht, es gibt immer mehr, die aktiv auf uns zukommen“, sagt Pongratz.

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