Angerer stellen ihr Verkehrskonzept zur Diskussion

Öffentliche Informationsveranstaltung am Montag | 19. November 2018


Wie könnten die quälenden Staus am Anger eingedämmt werden, wie die daraus resultierenden stundenlangen Stillstände in der Stadt verhindert werden? Zwei Fragen von Dutzend weiteren, die im Dialogforum diskutiert werden. Mit dabei auch die „Angerer“, die mithelfen wollen, diese Probleme zu lösen.

Aber gibt es auch Rezepte, den Verkehrsmoloch für die gesamte Region erträglicher zu machen? Ja, sagen die „Angerer“ und wollen nun ihre Ideen und Konzepte einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Dazu laden die Angerer alle Interessierte für den Montag, 19. November, ab 19 Uhr in die Säle des Oberhausrestaurants ein.

Angerer-Sprecher Max Moosbauer: “Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv darüber Gedanken gemacht und ein realistisches Verkehrskonzept und eine Vision für die Zukunft, den Stadttunnel, entwickelt. Das sind unsere Beiträge für das Dialogforum und diese wollen wir auch mit allen interessierten Bürgern und Politikern unserer Region diskutieren. Für uns ‚Angerer‘ ist vernünftige Verkehrsplanung ein verantwortliches Handeln weit in die Zukunft hinein. Darunter verstehen wir – gerade im Hinblick auf den sich immer dramatischer abzeichnenden Klimawandel – die notwendige Vereinbarkeit von Mobilität und Ökologie.“

Und darum geht es den „Angerern“ im Einzelnen, Schritt für Schritt:
– Umsetzung des Lärmaktionsplans mit all seinen Möglichkeiten der Lärmvermeidung.
– Durchfahrtsverbot für den Lkw-Schwerlastverkehr in Ilzstadt, Anger und Hacklberg.
– Wirksame Ertüchtigung der schon vorhandenen Nordumfahrung Hutthurm-Aicha v. W.zur A3 mit seinen zuführenden Straßen, sowie der B85 unter Berücksichtigung der ansässigen Wirtschaft.
– Ausbau der P&R-Anlagen an den Einfallstraßen zur Stadt zu ökologisch orientierten „Umsteigezentren“: mit solargespeisten Ladestationen für alle Arten der E-Mobilität mit entsprechender Mietkapazität. Das heißt, der Quell- und Zielverkehr aus und in die Stadt soll dort, wenn irgend möglich, seinen natürlichen Anfang oder Ende haben.
– Eng getakteter, kostenloser E-Mobil-Busverkehr von den „Umsteigezentren“ in die Stadt. Wir unterstützen alle Initiativen, die einen kostenlosen ÖPNV zum Ziel haben. Ebenso die hinsichtlich einer Bewerbung der Stadt Passau als Pilotstadt im Rahmen der Initiative der Bundesregierung für die Einrichtung eines kostenlosen ÖPNVs.
– Einführung einer nach Einkommen und Haushaltsgröße abgestuften E-Mobilitätskarte, die die unterschiedlichen und kostengünstigen Angebote der Stadt Passau zur E-Mobilität-Nutzung ermöglicht.
– Rückführung der vierspurigen B12 am Anger auf drei Fahrbahnen, wobei eine Spur ausschließlich dem Busverkehr, den Polizei- und Rettungskräften sowie dem E-Mobil-Verkehr vorbehalten ist.
– Sinnvolle Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie wirksame Überwachung.
– Ausbau von Radwegen von der Ilzstadt über den Anger bis nach Hacklberg,
– Flächendeckend E-Bike-Unterstellplätze, E-Mobil-Car-Sharing und dafür belastbare Ladestationen.
– Verwirklichung des Stadt-Tunnels sowie der in großen Teilen neuen Stadtteile Ilzstadt, Anger und Hacklberg.