Besserer Dialog zwischen der Politik und den Bürgerinnen und Bürgern von Passau gefordert

Die offene Gesellschaft in Bewegung: Passau sammelt 150 Ideen und Anregungen


Mehr als 1800 Menschen besuchten die interaktive Wanderausstellung auf dem Nibelungenplatz

Vom 10. – 15. Oktober entstanden 150 Ideen und Anregungen für eine offene Gesellschaft

Top-Thema in Passau: Besserer Dialog zwischen Politik und den Bürgerinnen und Bürgern


Mehr als 1800 Menschen besuchten die interaktive Wanderausstellung, die im Rahmen der Tour Die offene Gesellschaft in Bewegung vom 10. bis 15. Oktober auf dem Nibelungenplatz Halt machte. Die Passauerinnen und Passauer sammelten rund 150 Ideen und Anregungen für eine offene Gesellschaft. Die Ausstellung war Teil der Wochen zur Demokratie, die mit insgesamt mehr als 40 Veranstaltungen noch bis zum 25. Oktober weitergehen.
Die Ausstellung und das Ideenlabor der Initiative Offene Gesellschaft haben gezeigt, dass sich die Passauerinnen und Passauer für die Lösung unterschiedlichster
Herausforderungen engagieren


Auf lokaler Ebene wünschen sich viele Passauerinnen und Passauer mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung und eine
stärkere Beteiligung an politischen Entscheidungen. Auch die städtische Infrastruktur wurde viel diskutiert. Das Ziel: Passau soll fahrradfreundlicher werden und einen besseren, zugänglicheren öffentlichen Personennahverkehr bekommen.

Themen, die über die Stadt- und Landesgrenzen hinausgehen, sind der Zivilgesellschaft von Passau ebenso wichtig. Klimapolitik, Tierschutz und Landwirtschaft sind zentrale Anliegen. In der Politik wird ein Ungleichgewicht
zwischen dem Einfluss von Konzernen und dem der Bevölkerung kritisiert. Das Allgemeinwohl müsse stärker im Fokus stehen als wirtschaftliche Interessen.

„Auf dem Nibelungenplatz, zwischen ZOB und REWE, haben sich die unterschiedlichsten Menschen mit unserer Ausstellung beschäftigt, sind miteinander ins Gespräch gekommen und haben ihre Ideen für Passau und für die Verbesserung der Gesellschaft geteilt. Wir waren begeistert von der Diskussionsfreude und den vielen guten Anregungen!“ kommentiert Hannah Göppert, Projektmanagerin von Die offene Gesellschaft in Bewegung.

Welches Passau wollen wir sein? war die zentrale Frage während der Aktionstage. Im Ideenlabor der Initiative Offene Gesellschaft entwickelten die Teilnehmenden am Samstag konkrete Ideen für das Passau von morgen. Einen neuen Begegnungsraum soll beispielsweise das Projekt „Passau kocht“ schaffen. Hier sollen Alteingesessene, Studierende, Geflüchtete und andere Bevölkerungsgruppen zum gemeinschaftlichen Kochen zusammenkommen und so mehr Interaktionen und eine höhere Vernetzung ermöglichen.

Für den Klimaschutz gab es eine Vielzahl einfallsreicher Ideen. „Grüne Inseln“ sollen etwa in der Innenstadt ein Netz bilden, das Erholungsraum mit Informationen über Natur und Stadtgeschichte verbindet. Bepflanzte Container können zudem für mehr Grün sorgen und gleichzeitig den Schutz vor Hochwassern verbessern. Fridays for Future will sich nun weiter mit den entstandenen Konzepten beschäftigen.

„Dank der Wochen zur Demokratie ist die ganze Stadt in Bewegung und im Gespräch über die Demokratie! Unser großer Dank gilt den Initiatoren, die die Veranstaltungsreihe möglich gemacht und uns hierher eingeladen haben.“, so
Göppert.

Bei der Abschlussveranstaltung der Wochen zur Demokratie werden am kommenden Sonntag die gesammelten Ideen vorgestellt (20. Oktober, ab 18 Uhr im Institut für Spaß und Gesellschaft, Eintritt: frei). Außerdem wird diskutiert, wie sie Realität werden können. An der Veranstaltung wird neben anderen Mitdiskutierenden und Impulsgebenden auch der Oberbürgermeister der Stadt Passau Jürgen Dupper beteiligt sein. Anschließend wird mit der Sturmberger
Feiertagsmusi der Abschluss der Wochen zur Demokratie gefeiert.