Brauchtum in Finsterau

Altes Handwerk mit Volkstanznachmittag im Freilichtmuseum


Handwerkern über die Schultern schauen und sich Anregungen holen, bei Musik und Tanz gemütlich zusammensitzen oder selbst die Beine über den Tanzboden schwingen – das können Besucher des Freilichtmuseums Finsterau am Sonntag, den 22. September 2019, von 13 bis 16 Uhr.


Ein Schnapsbrenner im Freilichtmuseum
Foto: Julia Herzig, Freilichtmuseum Finsterau

„Hoizbitzler“ nannte man Handwerker, die sich besonders gut mit Holz und dessen Verarbeitung zu sinnvollen Geräten und Gegenständen auskannten. Ein solcher wird an diesem Tag u. a. vorführen, wie man Stämme zu Dachrinnen behaut und Sprossenleitern baut. Ein weiterer Holzhandwerker drechselt z. B. Schalen und stellt saubere Brotzeitbretter her. In der alten Dorfschmiede ist die Esse angefeuert und schwingt ein hitzebeständiger Handwerker den Hammer über dem Amboss.

In den Stuben der Museumshöfe sitzen fachkundige Frauen über speziellen Handarbeiten. Da werden Deckchen geklöppelt oder gehäkelt, ein Spinnrad bedient und mit der Strickmaschine warme Socken gefertigt.

Eine eigene Zunft waren einst die Pfefferkuchenbäcker oder Lebzelter. Auf Volksfesten und als Souvenirs werden Lebkuchen heute noch das ganze Jahr angeboten. Im Museum wird gezeigt, wie man in Böhmen traditionell die Lebkuchen verziert. Auch eine Schnapsbrennerei hat ihren Stand aufgebaut und bietet ihre – in diesem Fall hochprozentige – Ware, wie alle Handwerker an diesem Tag auch zum Kauf an.

Im alten Salettl, das ehemals am Passauer Mariahilfberg stand, versammeln sich die Volkstänzer zu Landler, Dreher und Walzer. Die Besucher sind herzlich eingeladen, mitzutanzen! Für Erfrischung sorgt die Museumsgastronomie. Wer es ruhiger angehen lassen will, lässt sich mit dem Pferdegespann einmal quer durchs Museumsgelände kutschieren.