„bunt statt blau“: Gesundheitsminister Holetschek startet DAK-Kampagne gegen Komasaufen in Bayern

2019 mussten im Freistaat 3897 Kinder und Jugendliche nach einem Rausch in einer Klinik behandelt werden

1.2.2021


Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten Gesundheitsminister Klaus Holetschek und die DAK-Gesundheit die Kampagne „bunt statt blau“ 2021 zur Alkoholprävention in Bayern. Der erfolgreiche Plakatwettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren findet zum zwölften Mal statt. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Hintergrund: Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes mussten 2019 in Bayern 3.897 Kinder und Jugendliche nach dem Rausch in einer Klinik behandelt werden – davon 2.348 männliche und 1.549 weibliche Patienten. Experten fordern deshalb weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.


„Das Thema ist nach wie vor brisant. Deshalb setzen wir unsere Aufklärungsarbeit konsequent fort“, erklärt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Bayern. „Unser Plakatwettbewerb ‚bunt statt blau‘ ist für das Homeschooling gut geeignet, weil sich dabei die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause kreativ mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen können.“ Zudem habe die Kasse wichtige Informationen zum Thema Alkoholprävention auf den Seiten dak.de/buntstattblau und dak.de/aktionglasklar zusammengestellt.


Gesundheitsminister Klaus Holetschek betont: “Auch wenn die Zahl der jugendlichen Rauschtrinker in Bayern seit einigen Jahren erfreulicherweise rückläufig ist, werden wir in unseren Bemühungen zur Eindämmung des Alkoholmissbrauches bei Jugendlichen nicht nachlassen. Deshalb ist die Prävention und Aufklärung über die Gefahren des exzessiven Alkoholkonsums insbesondere für Jugendliche weiterhin eines unserer Kernanliegen. Unser Ziel ist, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.”

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek © StMGP

Der Minister fügt hinzu: “Aus diesem Grund unterstütze ich als Schirmherr sehr gerne die erfolgreiche DAK-Präventionskampagne ‘bunt statt blau’. Mit dem Wettbewerb gelingt es auf eindrucksvolle Weise, Jugendliche auf das Thema Alkohol und die Gefahren eines übermäßigen Konsums aufmerksam zu machen. Gerade junge Menschen haben sehr unter den Einschränkungen und Belastungen durch die Corona-Pandemie zu leiden. Deshalb hoffe ich, dass der Wettbewerb auch in herausfordernden Zeiten wie diesen auf eine ähnlich große Resonanz wie in den Vorjahren stößt.” Das bayerische Gesundheitsministerium investiert jedes Jahr rund eine Million Euro für Präventionsmaßnahmen gegen Alkoholmissbrauch.


Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2021 ist der 30. April. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im September wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) aus den 16 Landessiegern die Bundessieger. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 110.000 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion. Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die erfolgreiche Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.