Christina Kirchinger

„SCHWARZ IST MEIN AUSDRUCKSMITTEL, FÜR MICH DIE KLARSTE UND ENTSCHIEDENSTE FARBE‘”


Christina Kirchinger – VITA
geb. in Straubing

Auszeichnungen
2016 Kulturförderpreis Regensburg | 2013 kunst.preis 13 | 2012 Kulturförderpreis Straubing
Ausstellungen (Auswahl)

2017 16 Graveurs d’Auvergne en Rhône-Alpes, MAPRAA, Lyon, Frankreich
3rd Annual Hand Pulled Prints, Site:Brooklyn Gallery, New York, USA, Große Ostbayerische Kunstausstellung, Kultur viertel, Deggendorf.
2016 G4. Graphic Art Biennial of Szeklerland, Rumänien; 2nd Jogja International Miniprint Biennale 2016, Indonesien
2015 Draussen!, Oberpfälzer Künstlerhaus, Schwandorf; Fläche und Raum, Radierungen von Christina Kirchinger, galerie konstantin b., Regensburg
2014 9ième Triennale Mondiale de l’Estampe, Chamalières, Frankreich

Christina Kirchinger ist mit Leidenschaft Graphikerin. Ihr bevorzugtes Medium ist die Radierung, Aquatinta, manchmal auch Kaltnadel. Da insbesondere Aquatinta kaum Änderungen zulässt, ist die Grundlage für viele ihrer Graphiken die Zeichnung. Zeichnen ist für Christina Kirchinger „eine Form des Denkens“. Die Zeichnung gibt ihr die Möglichkeit, Ideen zu entwickeln, zu verwerfen oder aber auch zu vertiefen. Das Skizzenbuch ist für die Künstlerin daher ein ständiger Begleiter. Später werden Skizzen ausgewählt, denen durchaus noch eine Reihe von Kompositionsskizzen folgen können, bis schließlich der Entwurf für eine Druckplatte entstanden ist.
Anschließend folgen die Bearbeitung der Druckplatte und der Druck. Christina Kirchinger druckt sehr kleine Auflagen von drei bis sieben Abzügen pro Platte. Den Druck selbst auszuführen, ist der Künstlerin wichtig, da auch hierbei viel gesteuert und somit Einfluss auf die Bildwirkung genommen werden kann.
In den Graphiken von Christina Kirchinger spielt der Mensch selbst keine Rolle,

wohl aber seine architektonischen Hinterlassenschaften: Zentrales Thema ihres künstlerischen Schaffens ist der Raum. Einige ihrer Arbeiten spielen mit der Raumwirkung. Sie täuschen Räumlichkeit vor und brechen diese an wieder anderen Stellen auf. So entsteht ein Wechselspiel aus Schein und Wirklichkeit.



Die Titel ihrer Arbeiten sind fast immer Kürzel aus wenigen Zahlen und Buchstaben, um dem Betrachter möglichst wenig vorzugeben. Kirchingers Arbeiten erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Sie laden den Betrachter in eine andere Welt ein und regen ihn zum Verweilen und Nachdenken an.

Im INNSIDE erschienen: Feb’18