Datenjournalismus im Fokus

Rohstoff für die Medien

Daten sind das neue Gold – nicht nur für die Internetwirtschaft, sondern zunehmend auch für die Arbeit der Medien. Ob und wie Datenformate Teil journalistischer Formate sein können, und welche neuen rechtlichen Fragen sich daraus ergeben, ist Gegenstand der Tagung „Formate des Datenjournalismus“ am 21. und 22. März im Raum 004 des IT-Zentrums (ITZ) der Universität Passau. Die Veranstaltung der Forschungsstelle für Rechtsfragen der Digitalisierung (FREDI) unter der Leitung von Prof. Dr. Kai von Lewinski ist öffentlich und kostenfrei.

„Daten sind nicht nur das Gold der Internetwirtschaft und der Industrie 4.0, sondern auch ein Rohstoff für die Medien“ hebt Kai von Lewinski das Potenzial von Daten als Quelle hervor. Der Datenjournalismus versucht demnach, aus Daten Erkenntnisse, Meldungen und Geschichten herauszulesen. Hierfür werden unterschiedliche Ansätze verfolgt, die insbesondere danach variieren, ob Daten strukturiert oder unstrukturiert vorliegen. Auch gibt es unterschiedlich datenorientierte Formen der journalistischen Darstellung, was eine Vielfalt von Datenformaten und Formaten der daraus erstellten Inhalte zur Folge hat.

Ausgangspunkt der Tagung ist die mediale Selbstdarstellung von Staat und Wirtschaft, die in offenen oder auch mehr oder minder herstellerspezifischen Datenformaten und Schnittstellen zum Ausdruck kommt. „Aber eine Journalistin bzw. ein Journalist wird die Datenbestände für die eigenen Zwecke umformatieren müssen, manchmal sind auch Formatänderungen notwendig, um überhaupt Aussagen aus dem Datenbestand erhalten zu können“, sagt von Lewinski. „Natürlich werfen Daten als neue journalistische Quelle und als Teil medialer Formate neue rechtliche Fragen auf, auf die das heutige Medienrecht noch keine umfassende Antwort bereithält.”

Symbolbild: Colourbox