Datensicherheit bei RADIO-LOG

„Digitalisierung und Patientenschutz müssen Hand in Hand gehen“


RADIO-LOG verarbeitet und sichert seit Jahren ihm anvertraute Daten in einem Rechenzentrum in Bayern, das nach höchsten Sicherheitsstandards zertifiziert ist.

Dr. Stefan Braitinger ist geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG. Das medizinische Versorgungsunternehmen verarbeitet eine Menge Patientendaten – und hat dazu eine leistungsfähige
IT-Infrastruktur aufgebaut, die hohe Sicherheitsstandards gewährleisten

Medizinische Daten sind hochsensibel. Vor einigen Tagen deckte der Bayerische Rundfunk eine Sicherheitslücke auf – tausende Patientendaten sind ohne Passwortschutz ins Internet gelangt. RADIO-LOG ist nicht betroffen, das stellt Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter des medizinischen Versorgungsunternehmens mit Sitz in Passau, klar. „Wir arbeiten mit speziell gesicherten Datenleitungen und betreiben unsere IT-Systeme in einem speziell gesicherten Rechenzentrum.“ Die IT-Infrastruktur von RADIO-LOG entspricht allen Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie für Betriebe im Medizinbereich. „Für uns war früh klar: Digitalisierung und der Schutz persönlicher Daten unserer Patienten müssen Hand in Hand gehen“, erklärt Stefan Braitinger und ergänzt: „In unseren Systemen sind alleine aus der Diagnostik über zehn Millionen Bilder und sogenannte Studien gespeichert. Das sind Röntgenaufnahmen oder Bilderserien aus der Computertomographie oder der Magnetresonanztomographie.“ Ein einfaches Beispiel hat Stefan Braitinger, selbst praktizierender Radiologe, zur Hand: Ein Computertomograph erzeugt beispielsweise bei einer einzigen Untersuchung zwischen 400 und 600 einzelne Aufnahmen, die zur Begutachtung am Bildschirm dann zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt werden. Alle Bilddaten müssen mindestens zehn Jahre gespeichert werden. Das erfordert enorme Rechnerkapazitäten, in die RADIO-LOG in den vergangenen Jahren investiert hat.

Eigene Datenleitungen für Sicherheit

Übermittelt werden die Bilder und andere große Datensätze zwischen den zwölf Standorten von RADIO-LOG und dem zentralen Rechenzentrum mit eigenen Leitungen. Gesichert sind diese über eine Punkt-zu-Punkt-Verschlüsselung, Dritte könnten also die Informationen nicht lesen. „Wir kümmern uns auch um Schnittstellen bei unseren Partnern. So stimmen wir beispielsweise den Datentransfer mit Kliniken ab, mit denen RADIO-LOG sowohl bei der Diagnostik als auch in der Strahlentherapie im engen Schulterschluss arbeitet“, berichtet Eugen Dei. Der Informatik-Ingenieur hat die IT-Infrastruktur des medizinischen Versorgungsunternehmens in den vergangenen Jahren mit aufgebaut, als Sicherheitsbeauftragter für Informationstechnologie trägt er besondere Verantwortung. Gemeinsam mit seinen sechs Kollegen kümmert er sich täglich darum, dass es im Rechenzentrum und beim Datentransfer rund läuft. Das hohe Niveau der Datensicherheit bei RADIO-LOG basiert sich auf den Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Interne und externe Audits führt das Unternehmen regelmäßig durch. „Das ist unser Anspruch, auch weil es in Deutschland strenge Regeln gibt für den Umgang mit personenbezogenen Informationen“, hält Eugen Dei fest.

Fortschritt ist digital

„In der modernen Diagnostik und bei der Bestrahlung von Tumorpatienten haben uns digitale Systeme neue Perspektiven eröffnet, die keiner mehr missen möchte. Diese Entwicklung in der Medizin wird weitergehen – und sie ist eindeutig datengetrieben“, konstatiert Stefan Braitinger. Dass dahinter aber enorme Datenvolumen stehen, die sicher verarbeitet, übermittelt und gespeichert werden, gehöre zur Verantwortung, die RADIO-LOG als Versorgungspartner im Gesundheitswesen übernehme.