Der Juni im Freilicht-Museum Massing

Vom Kräuterwissen bis zum Familiensingen


Kräuterwissen auf dem Bauernhof

Gegen (fast) alles ist ein Kraut gewachsen: Seit Tausenden von Jahren wird die vielseitige Wirkung von Heilpflanzen genutzt. Im Freilichtmuseum Massing kann man am 2. Juni 2019 um 14 Uhr mehr über die Apotheke aus Mutter Natur erfahren.

Egal ob der Hals kratzt, die Haare ausfallen oder die Vorratskammer von Insekten heimgesucht wird – im Bauerngarten und auf der Wiese wachsen farbenfrohe Gegenmittel. Vor allem als Tee aus den Blättern, Blüten oder Früchten können die duftenden Kräuter Wunder wirken, und in der Küche bereichern sie jede Speise mit ihren herrlichen Aromen. Weil aber auch Heilpflanzen Nebenwirkungen haben können, sollte man sich mit ihren Wirkungsweisen und der Dosierung gut auskennen. Die Kräuterexpertin des Freilichtmuseums Massing gibt ihr Wissen in einer einstündigen Führung rund um den Kochhof weiter und verrät Tipps und Tricks gegen zahlreiche Beschwerden.
Die Führung beginnt am 2. Juni um 14 Uhr, dauert ca. eine Stunde und kostet 2,– € zzgl. Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist im Kassenbereich.


Seniorennachmittag in der Museumskramerei

Geruchserlebnis mit Kölnisch Wasser, Muckefuck, Zigarre und Essiggurken am 4. Juni um 14.00 Uhr im Freilichtmuseum Massing

Die kleine Welt im Dorf hat sich verändert. Heute gibt es weit draußen den Supermarkt und in drinnen in der eigenen Stube Internet-Shopping. Früher hatte jedes Dorf einen Kramerladen, wo man sich traf. Viele haben daran noch Kindheitserinnerungen, den Lakritz, Minzenkugel & Co. vergisst man nicht. Wir erinnern uns auch an die Schaumkopfsemmel, die wir manchmal von der Oma kriegten, wenn wir sie beim Einkauf begleiten durften. Die Kramerin kannte jeden persönlich. Lassen Sie uns gemeinsam in Erinnerungen schwelgen!

Wir haben damals mit der Deutschen Mark bezahlt und keine Kassierin hat nach Payback gefragt. Was mussten wir bei der Kramerin holen, wenn uns die Mutter mit dem Einkaufsnetz losgeschickt hat? Salz, Nudeln, Schiefergriffeln für die Schule, einen Kälberdizi oder geschnittene Semmeln für die Knödel. Es gab aber auch stinkende Zigarren für den Opa. Und da war der Duft der großen weiten Welt, „4711 Kölnisch Wasser“, oder das gute „Tosca“ für besondere Anlässe.
Der Kramerladen ist im Heilmeierhof eingerichtet. Damit das Hinkommen für ältere Gäste ein wenig bequemer ist, öffnet das Museum am 4. Juni dort den Parkplatz und das Tor.

In der Küche der Kramerei wird Bohnenkaffee geröstet und Malzkaffee aufgebrüht. Die Teilnehmer sind auf eine Tasse frischen Kaffee oder nach Wahl traditionellen Muckefuck eingeladen. Kekse wird es auch geben. Für die Liebhaber des Sauren bietet die Kramerin den angemeldeten Gästen Brathering und frisches Brot an. Bier, auch alkoholfrei, Apfelsaft und Wasser stehen bereit.

Bei schönen Wetter kann man zur Brotzeit in den schattigen Kastaniengarten gehen. Bei Regenwetter wird die alte Wirtsstubedes Heilmeierhofs genutzt. Mit der Schaumkopfsemmel kann man aber auch der Kramerin ein wenig in die Stube bröseln.

Wer nach dem Besuch in der Kramerei noch durchs Museumsgelände streifen will, kann in der Marxensölde dem Seilermeister beim Strickmachen zuschauen.

Die Aktion dauert ca. zwei Stunden und kostet 5,- € zzgl. Eintritt. Im Preis inbegriffen sind Kaffee und Kekse, Brathering mit Brot und Getränk. Anmeldung wird erbeten unter fon 0 87 24. 96 03 15 oder klingshirn@freilichtmuseum.de


Backe, backe Kuchen – und Brot und Kiachl

Ofenfest im Freilichtmuseum Massing am 16. Juni

Backöfen sind eine tolle Erfindung – sie bescheren uns heiße, duftende Leckereien, süß oder salzig, ganz wie es beliebt. Das krustige Bauernbrot aus dem Schusteröderhof ist schon lang kein Geheimtipp mehr, aber das Museum hat noch weitere Höfe mit anderen Öfen: Zum Ofenfest werden alle angeheizt! Sonntag, den 16. Juni, 10 bis 16 Uhr, sollten sich also alle Leckermäuler in ihre Terminkalender schreiben.

Beim Schusteröderhof steht das älteste Backhaus. Aus dem urtümlichen Wölbofen gibt es Brot und Ofenzelten. Ein Waffelbäcker wird beim Hirtenhaus aufgebaut. Denn zum Backen muss nicht immer ein gemauerter Ofen da sein, Waffeln kann man auch am offenen Feuer backen.

In der Küche des Kochhofs werden Kiachl im heißen Fett gebacken, während in der Wirtsstube des Heilmeierhofs Hasenöhrl auf den Tisch kommen. Außerdem gibt es dort Kaffee. Im Backhaus des Heilmeierhofs werden dieses Jahr Flammkuchen gebacken.

An der offene Herdstelle, die in der Marxensölde seit dem 18. Jahrhundert erhalten blieb. Aber sie wird nicht den bitteren Brein, den Hirsesterz rösten, der die Menschen jahrhundertlang täglich ernährt hat, es wird gebrannte Mandeln geben.

Die Museumswirtin lässt es sich natürlich nicht nehmen, für das Ofenfest besondere Schmankerl auf die Speisekarte zu stellen.

Von 14 bis 16 Uhr wird im der Heilmeierhofstube musiziert. Hier können Erwachsene und Kinder ungezwungen traditioneller Volksmusik begegnen und sind herzlich eingeladen zum Mitmachen und Zuhören.


Singen aus Spaß an der Freud

Am Sonntag, 16. Juni ist Familiensingen im Freilichtmuseum Massing

Wenn im Kreis der Kinder und der jungen Leute, wenn bei der Feldarbeit und daheim in der Stube gesungen wurde, dann ging es beim Liedgut meist drunter und drüber: Kirchenlieder und alte Volkslieder, Kinderlieder, beliebte Operettenstückerl und neueste Schlager wechselten einander ab.

Der Einen viel das eine Lied ein, dem Anderen kam das nächste in den Sinn. Die Alten wollten das Altbekannte singen und hören, die Jungen und Junggebliebenen Neues und Frisches. Nur die derben Verse blieben den Männern am Wirtstisch vorbehalten – und die wird es am Sonntag in Massing auch nicht zu hören geben.
Ansonsten ist es gar nicht so wichtig, was gesungen wird, Hauptsache, es geschieht gemeinsam und es macht Freude. Jeder Museumsgast ist eingeladen, sich zu beteiligen, Familien sind herzlich willkommen. Es kost nix extra! Los geht es um 14 Uhr.


„Was Schmetterlingen schmeckt“

Führung und Tipps für einen lebendigeren Garten im Freilichtmuseum Massing am 30. Juni

Die Bienen sterben, die Schmetterlinge werden rar – stimmt das? Sicherlich können sich einige Menschen nicht mehr daran erinnern, wann sie zuletzt ein Tier der Gattung Lepidoptera herumflattern sahen, erst recht nicht im eigenen Garten. Aber dem kann man Abhilfe schaffen! Christa Knäulein weiß nämlich, was Schmetterlingen gefällt.
Um sich schmetterlingswohl zu fühlen, ist für die Tiere das richtige Umfeld nötig. Im Klartext heißt das: Welche Nektarpflanzen sind Leckerbissen, zu denen Schmetterlinge nicht nein sagen können? Welche Bedingungen sind ideal für Raupen? Und überhaupt: Was ist eigentlich Schmetterlingsnahrung?

Beim Spaziergang durchs Freilichtmuseum beantwortet Christa Knäulein all diese Fragen und erzählt allerlei Wissenswertes über die Sonnenkinder und ihre Artenvielfalt. Mit ihren Tipps und Tricks kann aus dem Grün hinterm Haus ein Paradies entstehen, in dem bunte Schmetterlinge durch den Luft flattern.

Die Führung beginnt am 30. Juni um 14 Uhr bei der Museumskasse, dauert ca. 1–1,5 Stunden und kostet 2,– € zzgl. Eintritt. Gut für Kurzentschlossene: Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Dafür sollte man an festes Schuhwerk und vielleicht an ein Fernglas denken.


Das Freilichtmuseum Massing lässt sich vom Bahnhof aus bequem zu Fuß erreichen, natürlich stehen aber auch genügend Parkplätze direkt vor den Museumstoren zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auf www.freilichtmuseum.de.

Informationen zum Museum und den einzelnen Sonderveranstaltungen gibt es wie immer bei der Museumsverwaltung: fon 08724. 96 03-0, massing@freilichtmuseum.de.