Diagnostik gut aufgestellt

Landrat Franz Meyer lobt engen Schulterschluss der Landkreiskliniken mit Versorgungspartner RADIO-LOG

Landrat Franz Meyer und Kreistagsvertreter Werner Mayer gewannen Einblicke in die Weiterentwicklung des Krankenhauses Rotthalmünster. Dr. Stefan Braitinger, alleingeschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG und Klaus Seitzinger, Geschäftsführer der Landkreiskliniken informierten unter anderem über die Investitionsschritte der örtlichen Radiologie (v.r.n.l.)


Die Gesundheitsversorgung in der Region ist gesichert. Davon überzeugte sich gestern (Dienstag, 9. Juli) Landrat Franz Meyer in der diagnostischen Abteilung am Krankenhaus Rotthalmünster. Als Partner der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen hatte dort das medizinische Versorgungsunternehmen RADIO-LOG in den vergangenen drei Jahren rund zwei Millionen Euro investiert, Mitte Juni ging ein Magnetresonanztomograph (MRT) der modernsten Generation in Betrieb. „Ihre Investitionen sind ein Vertrauensbeweis in den Standort“, zeigte sich Franz Meyer nach dem Rundgang beeindruckt. Durch die Weiterentwicklung sieht er Rotthalmünster als größten Klinikstandort der Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen Kliniken gestärkt. Parallel entwickeln die Landkreiskliniken die Fachabteilungen konsequent weiter. Das honoriert auch Rotthalmünsters Bürgermeister Franz Schönmoser.

Seit gut 20 Jahren ist RADIO-LOG diagnostischer Partner der vom Landkreis betriebenen Krankenhäuser in Rotthalmünster, Vilshofen und Wegscheid, im vergangenen Jahr wurde der Kooperationsvertrag um weitere acht Jahre verlängert. „Langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit macht Investitionen in diesen Größenordnungen möglich. Als Versorgungspartner sind wir genauso für die Menschen da wie das Krankenhaus“, erklärte Dr. Stefan Braitinger, geschäftsführender Gesellschafter von RADIO-LOG und selbst praktizierender Facharzt mit diagnostischem Schwerpunkt. Dass die gute Zusammenarbeit auf guten Dialog und Fairness basiere, betonte Klaus Seitzinger, Geschäftsführer der Landkreiskliniken. Gemeinsam komme man der Aufgabe nach, die Menschen in der Region medizinisch gut zu versorgen, was auch mit Hilfe der jüngsten Investitionen im besten Sinne gelinge. Im Anschluss an den Rundgang weihte Pfarrer Jörg Fleischer vom katholischen Pfarrverband Rotthalmünster die Räumlichkeiten und sprach seinen Segen für Mitarbeiter und Patienten aus.

Weiterentwicklung bei laufendem Betrieb

Jedes Jahr kommen rund 35.000 Menschen zur diagnostischen Abklärung in die örtliche Radiologie, etwa ein Drittel sind stationäre Patienten des Krankenhauses Rotthalmünster. Ob ein neues Gerät oder Umbauten in der rund 400 Quadratmeter großen Praxis – Entwicklungsschritte und die einzelnen Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem Krankenhaus abgesprochen, auch weil alle bei laufendem Betrieb stattfinden. „Nur durch enge Abstimmung lassen sich diese Veränderungen umsetzen, ohne dass die Patienten es spüren“, unterstrich Dr. Stefan Braitinger. Dafür dankte er Planern, Handwerkern und Fachabteilungen des Krankenhauses sowie besonders Standortleiter Piotr Owczarek und seinem 13-köpfigen Radiologie-Team. Denn sie mussten die Maßnahmen organisatorisch eng mit den Erfordernissen des medizinischen Betriebes abstimmen – das erforderte zusätzlichen Einsatz aller Beteiligten.

Drei Schritte für zukunftsfähige Gesundheitsversorgung

Bereits 2016 investierte RADIO-LOG gemeinsam mit den Gesundheitseinrichtungen Landkreis Passau in die Neukonzeption des Röntgenraumes, der seitdem mehr Platz für die Untersuchungen bietet. Damit kann immer eine Person an der Seite des Patienten bleiben. „Das ist gerade bei Erstuntersuchungen oder Menschen, die mit dem Krankenwagen eingeliefert werden, wichtig. Diese sind häufig ängstlich oder stehen sogar unter Schock“, erklärte Piotr Owzarek aus ärztlicher Sicht. Das neue Raumkonzept verkürzt zudem Wege und ermöglicht mehr Privatsphäre, damit hat RADIO-LOG einen frühen Schritt zum Schutz persönlicher Daten und Anliegen getan. Auch der Einbau eines modernen und digital arbeitenden Röntgengerätes war Teil des ersten Entwicklungsschrittes.

Im zweiten Schritt investierte RADIO-LOG in einen hochmodernen Computertomographen (CT) mit Kardioausrüstung. Das High-Tech-Gerät fertigt in nur sechs Sekunden dreidimensionale Aufnahmen des pulsierenden Herzens und der Herzkranzgefäße – ein echter Vorteil bei Notfalldiagnostik, die RADIO-LOG an 365 Tagen rund um die Uhr sicherstellt.

Komplettiert wird die Weiterentwicklung des Standortes um den Austausch des dritten wichtigen diagnostischen Gerätes im Juni dieses Jahres: der Magnetresonanztomograph (MRT). Dieser ersetzt seinen Vorgänger, der nach über 77.000 Untersuchungseinsätzen in Rotthalmünster abgeschaltet wurde. Der neue MRT bietet eine deutlich bessere Bildqualität und arbeitet zudem zügiger. Mit der Investition von rund 900.000 Euro zollt RADIO-LOG auch der Entwicklung Rechnung, dass MRT-Untersuchungen immer beliebter werden. „Dank der Neuinvestition können wir in Rotthalmünster nun mehr und flexiblere Untersuchungsfenster anbieten“, erklärte Dr. Stefan Braitinger.

Digitalisierung macht flexibler

Alle High-Tech-Geräte der Diagnostik in Rotthalmünster „sprechen“ und arbeiten volldigital. Die Bilder können noch schneller versandt werden; damit können sich Ärzte bei Bedarf kollegial enger austauschen. Archiviert werden die Bilddaten zehn Jahre lang im Rechenzentrum von RADIO-LOG. Vorteil für die Patienten: Jederzeit ist ein Vergleich mit früheren Bildern möglich, körperliche Veränderungen im Zeitverlauf lassen sich so besser nachvollziehen.