„Distur/balance – Un/ruhe“ | Christina Haupt und Juliane Breit

Ausstellung im Donauatelier Kulturmodell Bräugasse vom 25. Juli bis 15. August

17.7.2020


Aktuelle soziale Herausforderungen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik künstlerisch thematisieren – dieser Aufgabe haben sich Christina Haupt und Juliane Breit gestellt. In ihrer neuen gemeinsamen Ausstellung „Distur/balance – Un/ruhe“ machen die Künstlerinnen die Folgen abstrakter Notlagen wie Klimawandel und Coronakrise erfahrbar indem sie dem eigenen Ich den Spiegel vorhalten.


Die Vielfalt der ausgestellten Werke lädt die Besucher*innen zur Reflexion und zur Bewusstwerdung der Konsequenzen des eigenen Verhaltens ein. So verweisen einzelne Werke beispielsweise darauf, dass in unserer globalisierten Welt übermäßiger und ausbeutender Fleischkonsum nicht nur das Risiko psychischer und physischer Krankheiten, sondern auch die Wahrscheinlichkeit von Pandemien erhöht. Kunst steht hier im intellektuellen und emotionalen Austausch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen: „Wenn wir weiterhin die Tierwelt ausbeuten und unsere Ökosysteme zerstören, können wir einen stetigen Strom dieser Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, […] erwarten“ so Inger Andersen, Direktorin des UN-Umweltprogramms. Den komplexen Zusammenhängen und verheerenden Herausforderungen, die damit verbunden sind, müssen sich nicht nur Politiker*innen, sondern auch jede*r Einzelne bewusstwerden.


Im Alltag kann jede*r mit kleinen Veränderungen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen – der Umwelt und sich selbst zuliebe. Damit das jedoch passiert, müssen wir uns erst der Dringlichkeit des Wandels bewusstwerden und verstehen, dass unser individuelles Verhalten einen Beitrag zu globalen Entwicklungen leistet. Jede individuelle Tat zieht Konsequenzen nach sich, womit das globale Leben – sowohl Menschen als auch (andere) Tiere – konfrontiert wird. „Disturbalance | Unruhe“ zeigt aktuelle, ästhetische und authentische Kunstwerke, die nicht nur Herausforderungen reflektieren, sondern auch zu Mut zur Veränderung inspirieren!

Haupt, die sich dem rücksichtslosen Umgang der Menschheit mit der Umwelt in einer vorhersehenden Art widmet und Breit, die v.a. das gesellschaftliche System in Hinblick auf die Wirtschaft und das politische System reflektiert, sind sich einig: „Nicht der Mensch steht am Ende der Nahrungskette, sondern immer noch die Natur mit ihren Gewalten und Elementen.“ Diese erinnert die Menschheit an ihre begrenzte Macht und rückt sie wieder in die richtige Richtung, koste es was es wolle.


KULTURMODELL BRÄUGASSE
DONAUATELIER
BRÄUGASSE 9 | 94032 PASSAU

www.kulturmodell.de

15. JULI – 15. AUGUST 2020

DIE AUSSTELLUNG IST TÄGLICH AB 17 UHR KOSTENFREI ZUGÄNGLICH

DIE ÖFFNUNGSZEITEN KÖNNEN VARIIEREN