Dultbilanz 2019:

Stadt und Polizei ziehen positives Resümee


Die Maidult 2019 ist mit dem gestrigen Sonntag zu Ende gegangen. Oberbürgermeister Jürgen Dupper und der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Passau, Christian Dichtl, können eine positive Bilanz ziehen.


Oberbürgermeister Jürgen Dupper (von links), Polizeioberrat Christian Dichtl und Wirtschaftsreferent Werner Lang sind aus städtischer und polizeilicher Sicht sehr zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Maidult. (Foto: Stadt Passau)

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Auch wenn die Besucherzahlen aus 2018 nicht erreicht werden konnten, so ist die Maidult 2019 doch ein guter Gradmesser für die Wirksamkeit der neuen einheitlichen Schließzeiten. Die rückläufigen Deliktzahlen der Polizei belegen diesen Eindruck. Ich danke daher allen Beteiligten, insbesondere der Polizeiinspektion Passau, für die wiederholt hervorragende Zusammenarbeit. Selbstverständlich werden wir bei gewissen Punkten nachjustieren und auch weiterhin dafür sorgen, dass sich alle Besuchergruppe – ob jung oder alt – auf unserer Dult wohlfühlen können.“


Erstmals galten bei dieser Maidult ein einheitliches Ausschankende um 24.00 Uhr und einheitliche Schließzeiten für die Lokale um 00.30 Uhr. Die Schließung des Stadls und der Bierzelte verlief an allen Tagen völlig problemlos. Feststellbar war, dass die Abendbesucher durchschnittlich etwas früher zur Dult kamen.

Um das Angebot des ÖPNVs an den neuen Bedarf anzupassen, wurden im Vorfeld bereits mehrere Maßnahmen ergriffen und im Rahmen der vergangenen Dulten teilweise getestet. So konnte die Busverbindung von der Dult in die Innenstadt ab 20 Uhr wieder kostenfrei genutzt werden. Einzelne Takte wurden wieder durch Sonderbusse oder Linienverstärkerbusse verdichtet. Das Angebot der Schlussbusse wurde für die Maidult 2019 verdoppelt. Für einen sicheren Zustieg in diese letzten Busse sorgten um 23.30 Uhr und 00.30 Uhr zum einen die Mitarbeiter des beauftragten Sicherheitsdienstes und die Sperrung der Messestraße an den Haupttagen. Da diese Sperrung am ersten Wochenende von mehreren Verkehrsteilnehmern ignoriert wurde, hat die Stadt umgehend reagiert und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zur Verdeutlichung und Überwachung der Sperrung positioniert.

Das erweiterte Busangebot wurde grundsätzlich sehr gut angenommen. Die Fahrzeuge waren zu jeder Zeit gut gefüllt und die Fahrten konnten ohne Probleme durchgeführt werden. Der Zustieg in der Messestraße verlief unproblematisch. Lediglich an der Haltestelle Pionierstraße kam es – bedingt durch das sehr hohe Verkehrsaufkommen – zu kleinen Verzögerungen. Alle Besucher, die mit dem Bus fahren wollten, konnten jedoch auch befördert werden.

Zwischen den Fachstellen der Stadt Passau, der Polizei, dem Sicherheitsdienst und der Stadtwerke Passau GmbH wurden auch in diesem Jahr wieder klare Regelungen zu den Themen Sicherheit und Jugendschutz vereinbart. Neben der sicherheitsrechtlichen Verordnung für die Dulten auf dem Messepark, bietet dieses Konzept die Grundlage für die Veranstaltungsverantwortlichen der Passauer Dulten.

Der Verlauf der Maidult war absolut friedlich. Entsprechend der Angaben des Sicherheitsdienstes, kam es zu keinen nennenswerten Störungen. Insgesamt waren am Freigelände bis zu 18 Personen eingesetzt. Zusammen mit dem Personal im Dultstadl und den Zelten waren bis zu 60 Personen im Dienst.

Die Polizeiinspektion Passau kann folgenden Abschlussbericht geben:
Dank eines gut ausgearbeiteten Sicherheitskonzeptes der Stadt Passau, einer guten Zusammenarbeit mit allen betroffenen Organisationen und einem gut geplanten Kräfteansatz an Polizeibeamten kann die Polizei auch dieses Jahr auf eine ruhige Maidult zurückblicken. Der positive Trend der Vorjahre setzt sich fort.

So verringerten sich die Körperverletzungsdelikte von 12 auf 8, darunter war eine gefährliche Körperverletzung. Eine schwerwiegende Verletzung trug bei den Auseinandersetzungen keiner davon. Aktenkundig wurden noch eine Beleidigung, ein Diebstahl, eine Sachbeschädigung und zwei Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz.
In 3 Fällen erteilten die Polizeibeamten einen Platzverweis. Davon wurde in einem Fall ein Betretungsverbot für die gesamte Dultzeit durch die Stadt Passau erlassen.

An den beiden Wochenenden, am 30.04.2019 und am Feuerwerksmittwoch wurden die Polizisten auf der Dultwache durch den Einsatzzug Passau tatkräftig unterstützt. (Quelle: Stadt Passau)