Egon Schlott

„Meine Bilder sollen weder perfekt noch aggressiv sein, sondern beruhigend wirken“


– Bruch

Ballett


– Tränen


Bereits als Kind übte die Fotografie eine große Faszination auf Egon Schlott aus. Seine erste Kamera erhielt er bereits 1955, allerdings versteckte man sie wieder, denn Film und Entwicklung waren zur damaligen Zeit noch sehr kostspielig.
Seit seiner Pensionierung hat Egon Schlott viel Zeit für seine Leidenschaft, das Spiel mit Zeit und Blende.
Hauptthema im fotografischen Schaffen von Egon Schlott sind Makroaufnahmen in der Natur.
Oftmals sind es unspektakuläre, kleine Blümchen, wie Klee oder fleißige Lieschen, oder Details wie der Stempel einer Blüte oder der Wassertropfen auf einem Grashalm, die er mit der Kamera – zumeist in Ausschnitten und Teilansichten – einfängt. Ihre Wirkung entfalten diese Arbeiten unter anderem durch die Vergrößerung auf Formate von 50 x 70 cm oder auch 100 x 70 cm.

Sehen ist wichtig. Die Motive müssen mich anspringen. Dabei sollen meine Bilder
weder perfekt noch aggressiv sein, sondern der Psyche des Betrachters
wohltuende Augenblicke schenken.“Egon Schlott

Charakteristisch in den Fotografien von Schlott ist das Spiel mit Schärfe und Unschärfe. So ist immer nur eine kleine Ecke seiner Fotos scharf, verschwimmende Elemente – sei es ein verschwommener Vorder- oder auch Hintergrund – bestimmen seine Arbeiten. Egon Schlott versucht, in seinen Fotos zu abstrahieren und nicht streng gegenständlich zu arbeiten. So regen seine Fotos die Phantasie des Betrachters an und fordern ihn zu einer genauen Betrachtung auf, denn es ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, was genau der Fotograf abgelichtet hat. Die Fotografien von Egon Schlott wirken wie Malerei. Diesen Eindruck verstärkt der Fotograf nicht allein dadurch, dass er seine Arbeiten auf Holzplatten ziehen und matt versiegeln lässt, sondern auch durch die Goldrahmung – mal schlicht, mal auffällig im Barockrahmen.

Seinen Arbeiten gibt Egon Schlott aussagekräftige Titel, wie Tränen, Ikarus oder Ballett.
Großen Wert legt er darauf, dass er seine Fotografien, die seit 1997 digital entstehen, lediglich am Computer vergrößert, jedoch nicht manipuliert oder freistellt. Für seine Makroaufnahmen verwendet Egon Schlott eine Digitalkamera von Son yund ein Sigma 105mm F2,8 Macro-Objektiv.


Unschuld

Im INNSIDE erschienen im September ’13



Egon Schlott

Geb. 1946
– Ausbildung zum Koch zur See
– Weiterbildung in England und der Schweiz,
– Küchenmeister, Serviermeister, Betrieb eines Ausflugslokals
– Kaufmännische Tätigkeit
– Gastronomischer Leiter eines Heilbades
– Leitung eines Feriendorfes,
– Aufbau und Umgestaltung mehrerer Rehabilitationskliniken als Verwaltungsdirektor
– Geschäftsführer einer Unternehmensberatung im Bereich Rehabilitation
– Unternehmensberater
2012
Rathsmannsdorf Salzweg
Bad Wildungen
2013
Bad Kissingen
Kreischa bei Dresden
Passau
Hammelburg
Schwarzach

Zunge

Ikarus