Franziska Haas-Straßer

„Lust am Umgang mit Farbe“

Die studierte Architektin Franziska Haas-Straßer beschäftigte sich zunächst nur nebenbei mit der Malerei. Nachdem sie über zehn Jahre in ihrem Beruf als Architektin tätig war, widmete sie sich ganz und gar der Kunst. Sie absolvierte ein Studium der Malerei an der Kunstakademie in Bad Reichenhall, unter anderem bei Markus Lüpertz.
Franziska Haas-Straßer stellt zumeist die menschliche Figur in den Vordergrund ihres Schaffens. In ihren Arbeiten, die schwungvoll und spontan, leicht und schnell, zuweilen skizzenhaft wirken, vermittelt die Künstlerin die Schnelllebigkeit unserer Zeit. Zu sehen sind banale Szenen aus dem Alltag. Situationen, die jeder kennt oder zu kennen glaubt.


Franziska Haas-Straßer

Vita

1954 geb. in Regnitzlosau bei Hof
1976-81Studium der Architektur, nebenbei Beschäftigung mit Malerei
1982-1993 als Architektin tätig, Gründung eines Ateliers für Malerei
seit 1993 ausschließliche Tätigkeit als bildende Künstlerin


Auf den ersten Blick meint man, Portraits zu erkennen. Beim genaueren Hinsehen werden Sie jedoch feststellen, dass diesen vermeintlichen Portraits etwas Entscheidendes fehlt: die Persönlichkeit. Die Gesichter in den Arbeiten von Franziska-Haas Straßer sind meistens ausgearbeitet, manchmal allerdings auch lediglich als Farbflächen dargestellt. Dennoch, es handelt sich bei all diesen Arbeiten um Portraits. Nicht von Persönlichkeiten, sondern von Befindlichkeiten.
Auch wenn uns die Bilder von Franziska Haas-Straßer mit soviel ironischer Leichtigkeit begegnen, so sind sie dennoch sorgfältig komponiert und in langen Sequenzen durchgespielt worden. Die Arbeiten von Franziska Haas-Straßer fordern den Betrachter geradezu auf, genau hinzuschauen, denn hier ist auf den zweiten Blick nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Gerhard Charles Rump, Kulturredakteur der Zeitung „Die Welt“ sagt über ihre Arbeiten:

Ausstellungen
Augsburg, Friedberg, Senden, Marktoberdorf, Hof, Forchheim, Osnabrück, Hamburg, Düsseldorf, Innsbruck, München u.a.

Galerie im alten Feuerwehrhaus Bad Reichenhall, Kurator Michael Schultz, Berlin
Europ and Asia Today, Dt.-korean. Ausstellung Galerie Ho (Korea), Art Center Berlin
Artexpo New York
Centro de Arte Moderne, Guadelajara, Mexico

„Hier breitet sich kein Illusionismus aus – hier wird gemalt. Und dennoch faszinieren die Figuren, gewinnen diese in den Bildern Charakter. Das Zeitgenössische ist auch der Alltag der Szenen, aber manchmal schummelt sich doch das Absurde ins Bild, das so nicht alltäglich Anzutreffende. Und manche ihrer Bilder kann man getrost als Capriccio deuten. Es ist ein Merkmal reflektierter zeitgenössischer Kunst, dass sie sich nicht dagegen sträubt, mit der von Callot begründeten und von Piranesi und Tiepolo ausgebauten Gattung des Capriccio, des launigen Einfalls, des nicht in alte akademisch-hierarchische Schubladen passenden Bildermaterials strategische Partnerschaften zu schließen.“

Charakteristisch für das Schaffen von Franziska Haas-Straßer ist serielles Arbeiten. Diese Serien sind stets in sich abgeschlossen.
Aktuell arbeitet die Künstlerin an der Serie „Städte“, wie z.B. New York, Tokyo, Hongkong. Anschließen wird sich eine Serie mit mit dem Titel „Unterwegs“.