Hämmern, Schnitzen, Klöppeln

Alte Handwerkstechniken im Freilichtmuseum Finsterau


Am 11. August, von 13 bis 16 Uhr, wird am ganzen Museumsgelände gehämmert, geschnitzt, geklöppelt, Wolle kardiert und Schnaps gebrannt. Und dies sind nur ein paar Techniken, welche dem Besucher an diesem Tag gezeigt werden.

Wohlduftende Lebkuchen werden mit ruhiger Hand kunstvoll verziert. Eine weitere Handarbeit, welche viel Geduld erfordert, ist das Klöppeln von Spitze. In der Dorfschmiede schwingt der Schmied seinen Hammer überm Amboss und formt scheinbar unbeugsames Eisen zu Türbeschlägen, Ketten und Hufeisen.

Andere Handwerker bearbeiten an ihrer Werkbank verschiedene Hölzer:
Im Kappl-Hof verwendet der Rechenmacher für die Zinken der Holzrechen meist Vogelbeere.
Der Drechsler zeigt im Raidlhaus, wie die kunstvollen Schrotpfosten entstehen, die man allenthalben an den Museumshöfen sieht. Im Schanzerhäusl werden aus Tannenholz Schindeln gespalten oder im Tanzerhof Sprossen für eine Holzleiter angefertigt.

Ein besonderes Handwerk, das Drehen von Seilen, wird im Salettl des Museums gezeigt. Ein frisch gebrannter Schnaps aus heimischen Beeren, kann auf der Gred des Kapplhofes genossen werden.

Wer das Gelände des Museums aus einer anderen Perspektive betrachten möchte, kann dies aus einer Pferdekutsche heraus tun, während zwei schwere Kaltblüter die Kutsche in Bewegung setzen.

Foto: Stephanie Herzig