Hubert Huber

„Das Dreieck ist unerschöpflich“


Seit über dreißig Jahren ist der gelernte Bildhauer, der sich weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen nicht nur als Künstler, sondern auch als Initiator und Organisator von nationalen und internationalen Kunst- und Kulturprojekten einen Namen gemacht hat, freischaffend tätig.

Das gleichseitige Dreieck gilt als Markenzeichen für die Kunst Hubert Hubers und findet Eingang in nahezu alle seine Arbeiten. Für ihn, so sagt er, seien das Dreieck in graphischen und der Tetraeder in dreidimensionalen Arbeiten die perfekten Formen, die ihm unendlich viele Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung ließen.

Mittlerweile steht die Konzeptkunst im Zentrum seines Schaffens. Seit Hubert Huber die Künstlerdatenbank Bayern aufgebaut hat, gilt sein Hauptaugenmerk den so genannten neuen Medien. Die Ideen für seine Arbeiten sammelt der Künstler mit dem Fotohandy, es ersetzt das klassische Skizzenbuch.

Für seine Arbeiten greift Huber immer wieder auch ältere Arbeiten auf und überarbeitet sie am Computer, wie z.B. das Thema USA oder das Thema „Atom“, mit dem der Künstler sich ebenfalls seit Jahren auseinander setzt und das gerade nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zu neuer Aktualität gelangt ist.

Ein weiteres Konzeptthema, das den Künstler immer wieder beschäftigt, ist die „blaue Donau“ – „…nau“. Die Umsetzung erfolgt graphisch und plastisch, aber auch per Video.
Auch zum Thema „Bier“ ist eine Vielzahl von Arbeiten, unter anderem Frottagen, entstanden, nicht zuletzt bei dem vom Künstler initiierten Symposium „Kunst und Bier“ in Andechs. „Meine Themen haben immer auch etwas mit mir und meinem Leben zu tun“, sagt Hubert Huber.

Ein Hauptanliegen des Künstlers ist die Schaffung immer neuer Netzwerke, das Knüpfen neuer Kontakte mit Künstlern weltweit. Die vielen Reisen und die mannigfachen Begegnungen mit anderen Künstlern fließen letztendlich in seine Arbeiten mit ein.
Zu den Arbeitsfeldern von Hubert Huber gehören aber auch „Kunst-am-Bau“-Projekte.
Eines der imposantesten ist eine Lichtinstallation in Plattling, die anlässlich 125 Jahre Plattlinger Stadtrecht umgesetzt wurde.



Hubert Huber

1956 geboren in Gurlarn bei Passau, Konzeptkünstler
1978–1981 Holzbildhauerlehre
seit 1981 freischaffend
seit 1987 1. Vorsitzender des BBK Niederbayern
1988 Stipendium Civitella D’Agliana (I)
seit 1988 Beteiligung und Beratung bei Kunst im öffentlichen Raum
1990 Initiator und Gründungsmitglied der Produzentengalerie Passau
1990–1994 Vorsitzender des BBK Deutschland
seit 1992 Initiator und Motor für das „Kulturmodell Bräugasse“ in Passau
1993 “11 x Junge Kunst”, Förderausstellung des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg
seit 1997 Beirat des Kunstvereines Passau
2001 Kulturpreisträger des Landkreises Passau, 2005 Kulturmedaille des Landes OÖ
2009 St. Anna-Preis Julbach (A)
seit 2012 Kulturbeirat der Stadt Passau und Mitglied der Künstlergruppe Parz (A)
Zahlreiche Einzel und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, Organisator von nationalen und internationalen Kulturprojekten, Werke in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen –
2006 Passau: HUBER (Sankt Anna-Kapelle, gemeinsam mit Rudolf Huber Wilkoff, Sandra Huber u.a.; siehe PKB 38, 2-2006),
2007 Den Horniku, Bergwerk Mayrau (CZ),
2008 Licht, Dreiländermesse Passau und Messe Rosenheim,
2009 venti anni dopo, Schlossgalerie Schärding (mit Günter Wagner, Bruchsal),
2010 Himmel-Erde, Lichtinstallation Klostergasthof Andechs,
2011 …nau…, Weinstadtmuseum Krems (A),
2012 konzept Produzentengalerie Passau