„In Bodenmais stimmt das Gesamtpaket“

Biathlon-Nachwuchs trainiert in Bodenmais

28.6.2021


Biathlon-Trainer Remo Krug ist mit seinen Nachwuchs-Athleten im Trainingslager zu Gast. Im Interview spricht er über die Trainingsbedingungen, das Hohenzollern Skistadion und die Ziele für die EM, die im Januar am Arber stattfindet

Remo Krug hat eine jahrzehntelange Erfahrung auf seinem Gebiet: Seit 1989 ist der Mann aus Inzell Biathlon-Trainer. Beim Deutschen Skiverband kümmert er sich als Herren-Coach der 1-B-Lehrgangsgruppe um die Nachwuchshoffnungen bei den Biathleten. Gerade ist der 59-Jährige mit fünf seiner Jungs für sechs Tage im Trainingslager in Bodenmais. Das Team hat ein Ziel fest im Blick: die Biathlon-Europameisterschaft vom 24. bis 30. Januar 2022 im Hohenzollern Skistadion unterhalb des Großen Arbers. Wir haben Remo Krug im Wander- und Aktivhotel Adam Bräu zum Interview getroffen. Er spricht über die Trainingsbedingungen in und um Bodenmais, die Entwicklung des Skistadions und die Ziele für die EM im kommenden Jahr.


Herr Krug, warum habt ihr euch dazu entschieden, euer Sommer-Trainingslager in Bodenmais abzuhalten?
Remo Krug: „Im Hinblick auf die Deutsche Meisterschaft im September und vor allem auf die Europameisterschaft im Januar, die ja beide im Skistadion am Arber stattfinden, war Bodenmais und die Arberregion unsere erste Wahl. Wir haben hier alle Möglichkeiten. Es ist alles vorhanden, was wir brauchen.“

Wie sieht ein Trainingstag bei euch aus?
Remo Krug: „Er fängt um 6.30 Uhr mit Frühsport an, danach geht’s zum Frühstücken. Im Anschluss ist Training bis Mittag. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause trainieren wir wieder bis 18 Uhr. Abends stehen dann Physiotherapie, Analysen und Gespräche auf dem Programm.“

Wohin haben euch eure Trainingseinheiten bisher geführt?
Remo Krug: „Wir hatten einen tollen Berglauf von Bodenmais über den Buchhüttenschachten hinauf auf den Großer Arber. Die Aussicht dort droben über den gesamten Bayerischen Wald ist wunderschön. Außerdem hatten wir eine herrliche Tour über den Kleinen und Großen Arber zum Arbersee. Der Bayerwald hat auf jeden Fall seinen Reiz!“

Im Januar findet im Hohenzollern Skistadion die Biathlon-Europameisterschaft statt. Welche Ziele habt ihr euch gesteckt?
Remo Krug: „Natürlichen wollen wir die ein oder andere Medaille holen. Das muss unser Anspruch sein. Langfristig gesehen ist es mir aber besonders wichtig, meine Jungs in den Weltcup hineinzubringen. In unserem aktuellen Weltcup-Kader gibt es den ein oder anderen Athleten, bei dem das Karriereende naht. Das heißt wir brauchen talentierte Nachrücker. Die EM bietet meinen Jungs da eine super Chance, Fuß zu fassen und sich zu präsentieren.“

Wie zufrieden seid ihr mit den Trainingsbedingungen im Skistadion?
Remo Krug: „Das Stadion hat sich in den letzten Jahren super weiterentwickelt. Mein Respekt gilt dem OK Bayerischer Wald. Die Trainingsbedingungen sind für uns optimal.“

Fühlt ihr euch in Bodenmais und im Hotel Adam Bräu gut aufgehoben?
Remo Krug: „Wir sind – wie immer im Bayerischen Wald – sehr gastfreundlich aufgenommen worden. Es wird auf unsere Wünsche eingegangen und wir waren erstaunt über die Neuheiten im Hotel, allen voran den schönen neuen Wellnessbereich.“

Wie gefällt auch der Ort Bodenmais generell?
Remo Krug: „Bodenmais ist einfach ein super Urlaubsort, ich war ja selbst schon viele Male als Biathlon-Trainer hier zu Gast. Die Gegend eignet sich prima zum Radfahren. Auch meine Athleten sind sehr zufrieden. Das Gesamtpaket stimmt einfach und wir freuen uns schon darauf, im September bei der Deutschen Meisterschaft und natürlich im Januar dann bei der EM wieder hier zu sein.“

Die Biathlon-Nachwuchs-Athleten mit ihrem Trainer Remo Krug (hinten, 2.v. l.) auf dem Gipfel des Großen Arbers.



Die Biathlon-Nachwuchs-Athleten bei ihrem Training auf dem Kleinen Arber. | Fotos: Wolf/Woidlife