„Inklusive Kunst“ am Landratsamt

Werke aus Inklusionsprojekt von drei Passauer Schulen


Passau. Schüler der Grundschule St. Nikola, des Adalbert-Stifter-Gymnasiums sowie der Stütz- und Förderklasse der Hans-Bayerlein-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum Passau) haben in den letzten Wochen in einem Inklusionsprojekt gemeinsam beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Die Ergebnisse aus dem Projekt sind derzeit am Passauer Landratsamt ausgestellt.

Die seit vielen Jahren bestehende Kooperation zwischen der Nikola-Grundschule und der Hans-Bayerlein-Schule wurde in diesem um einen Partner erweitert: mit Florian Oberhansl, der als Kunstlehrer am ASG arbeitet, konnten der Klassenlehrer der 1.Klasse St. Nikola, Roland Jäger und der in der Stütz- und Förderklasse tätige Studienrat im Förderschuldienst Nikolaus Dropalla einen Kollegen aus einem Gymnasium für eine Zusammenarbeit begeistern. Zum ersten Mal gab es in dieser Konstellation ein Inklusionsprojekt.


Begeistert ließ sich Landrat Franz Meyer (hinten v.r.) zusammen mit den Kunstlehrern Roland Jäger und Nikolaus Dropalla sowie Schulamtsdirektorin Frieda
Dollinger die Werke der jungen Künstler zeigen.

„Inklusive Kunst“ stand dabei als Arbeitstitel im Mittelpunkt. Der Grundgedanke dabei: Wenn Kinder etwas gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einer anderen Schule gestalten, sind alle gleich und jeder Einzelne gleichzeitig einzigartig. Jedes Kind kann sich am Gestaltungsprozess beteiligen. Und bei „Inklusiver Kunst“ kann man letztlich nicht erkennen, welches Kind von welcher Schule was gemacht hat. In den daraus entstandenen Gemeinschaftsarbeiten steckt ein hohes Maß an Kooperation zwischen den jungen Künstlern. Dabei verschwinden Grenzen und es entsteht ein verbindender Charakter durch das gemeinsame Tun.

Zur Einführung in das Projekt lernten die drei beteiligten Klassen gemeinsam die Technik des Abklatschdrucks mit Jutesackstoffen kennen. Im Rahmen des Kunstunterrichts erstellten die Schülerinnen und Schüler entsprechende Hintergründe zur Weiterarbeit. Die entstandenen Vorlagen wurden bewusst anonym unter den jungen Künstlern der drei Klassen getauscht. „Im letzten Schritt wurden schließlich mit selbst gestalteten Stempeln die vorbereiteten Leinwände bedruckt,“ erklärten die Kinder bei der Ausstellungseröffnung im Passauer Landratsamtes.

Die daraus entstandenen Kunstwerke können jetzt im Foyer der Behörde von Besuchern und Bediensteten bewundert werden. Landrat Franz Meyer lobte die engagierte Arbeit der Schülerinnen und Schüler. „Ihr habt gemeinsam Großartiges geschaffen. Kunst bringt die Menschen zusammen. Und damit habt ihr mit eurem Projekt bewiesen, wie Inklusion funktionieren kann!“ Auch die Initiative der federführenden Lehrkräfte lobte der Landrat sehr.

Noch bis 12. Juli sind die Bilder im Passauer Landratsamt ausgestellt.