Julia Bauer

„FOTOGRAFIE IST FÜR MICH IMMER EIN ERZÄHLERISCHES MITTEL“





VITA
geb. in Augsburg,
aufgewachsen in Passau
1995-2002 Studium der Fotografie an der Hochschule für Künste Bremen

Auszeichnungen
2017 Artist in residence, PhotoFestival Kaunas, Litauen | 2015 2. Preis architekturbild 2015 Europäischer Architekturfotografie-Preis | 2012 Publikumspreis BRITA Kunstpreis 2012 | 2003 BFF-Förderpreis 2003
Ausstellungen (Auswahl)
2017 »Northern Drifting«, RAW Festival, Kunsthalle Worpswede | 2016 »Water Matters«, Soiz Galerie, Passau | 2015 »Levitating Water«, Gallery OUT of PLACE, Tokyo, Japan »In tune«, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Focke-Museum Bremen »Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie«, c/o Berlin und Deichtorhallen Hamburg | 2013 »Der stete Tropfen«, Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur| 2012 »Sylt«, Willy-Brandt-Haus, Berlin | 2008 »Sento«, Teilnahme am Festival FETART in Vendôme, Frankreich

Seit Anfang der 1990er Jahre setzt sich Julia Baier intensiv mit dem Medium der Fotografie auseinander. Nach einem Praktikum im Fotoatelier Geins Passau studierte Julia Baier Psychologie, Romanistik und Kunst an der Universität Bremen. Durch ihre wachsende
Leidenschaft für die Fotografie absolvierte sie ein einjähriges Fotopraktikum und schließlich ein Studium an der Hochschule für Künste in Bremen mit Schwerpunkt Fotografie.

Fotografie ist für Julia Baier in erster Linie ein erzählerisches Mittel, um Geschichten über das menschliche Dasein zu (poetischen) Bildern werden zu lassen. Hierbei zählen „Wasser“ und das „Baden“ zu ihren bevorzugten Themen. Im Wesentlichen steht der „Mensch“ im Vordergrund ihrer Arbeiten – sei es in Portraitaufnahmen oder auch in der Straßenfotografie.
Die aktuelle Serie „Northern Drifting“ zeigt jedoch, dass Julia Baier sich immer wieder auf aktuelle Entwicklungen

einlässt und die Grenzen der Fotografie auslotet. Diese Serie soll kein reales Abbild der isländischen Landschaft zeigen. Vielmehr ist die Serie durch die experimentelle Verwendung der Smartphone Kamera entstanden. Für Baier eine Möglichkeit auf die bizarre Landschaft
Islands zu reagieren. Ein Ansatz, der für die Künstlerin sehr spannend ist: „Mir gefällt daran, dass wir es hier mit einer Hinterfragung der fotografischen Wirklichkeit zu tun haben. Was ist eigentlich echt und was nicht? Inhaltlich transportiert für mich dieses Verfahren sehr passend die der isländischen Landschaft innewohnende Brüchigkeit.”

Im Anschluss hat die Fotografin die Aufnahmen lediglich auf schwarz-weiß reduziert und in den Kontrasten aufeinander abgestimmt – ohne Bildinhalte zu verändern oder sie am Computer neu zusammenzusetzen. Ihre Intension ist es, den Betrachter anzuregen, über seine Wahrnehmung nachzudenken.