Juristenausbildung 4.0

Jubiläumstagung des Instituts für Rechtsdidaktik


Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens veranstaltet das Institut für Rechtsdidaktik der Universität Passau am 18. und 19. Februar im Raum 017 des IT-Zentrums (Innstraße 43) eine Tagung zum Thema „Juristenausbildung 4.0 – Digitalisierung in Praxis, Studium und Beruf“.

Mit der Gründung des Instituts für Rechtsdidaktik und der Einrichtung dreier Lehrprofessuren für Öffentliches Recht, Zivilrecht und Strafrecht ist die Universität Passau im Jahr 2009 neue Wege bei der Vorbereitung auf die Erste Juristische Staatsprüfung gegangen: Sind es sonst häufig kostenpflichtige private Repetitorien, die in dieser Phase außerhalb der eigentlich dafür zuständigen Universitäten einen zentralen Teil des juristischen Studiums übernehmen, ist es in Passau das Institut für Rechtsdidaktik der Juristischen Fakultät, das den Studierenden eine hochwertige und kostenfreie Prüfungsvorbereitung ermöglicht.


Zu seinem zehnjährigen Jubiläum widmet sich das Institut dem derzeit vieldiskutierten Thema „Legal Tech(nology)“. Es beschreibt aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung und Automatisierung im Rechtsbereich – ein noch junges Gebiet, das zunehmend Eingang in die juristische Ausbildung findet. Welche Bedeutung „E-Justice-Kompetenzen“ heute und in Zukunft haben und welche Fragen sich an der Schnittstelle zwischen Technik und Recht ergeben, wird im Rahmen der Jubiläumstagung in Vorträgen und Diskussionen beleuchtet.


Zentrale Fragen sind dabei etwa: Welchen Einfluss haben Computer, Internet und Smartphones auf Studium, Referendariat und Examensvorbereitung – und wie verändern sie das Jurastudium? Wann und wie kommt das Examen am Computer, und wie wird dies die Prüfungen an sich verändern? Wie können Computersysteme Anwältinnen und Anwälte künftig in der Berufspraxis unterstützen?


Der erste Block der Jubiläumstagung beschäftigt sich am 18. Februar ab 14 Uhr mit der „Digitalisierung als Inhalt der Juristenausbildung“.
Der 19. Februar widmet sich dann den Schwerpunkten „Digitalisierung und juristische Prüfungen“ sowie „Digitalisierung als Mittel der Juristenausbildung“ und schließt um 15 Uhr mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion.
Zu Gast sind Prof. Dr. Stephan Lorenz (LMU München), Assoc. Prof Dr. phil. Dipl.-Psych. Antonia Scholkmann (Aalborg University), Prof. Dr. Carolin Sutter (Prorektorin SRH Heidelberg, Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre) und Clara Wander (Bundesverband Rechtswissenschaftlicher Fachschaften e.V.). Die Diskussion moderiert RA Tobias Freudenberg (Schriftleiter der Neuen Juristischen Wochenzeitschrift).