Katharina Acht

„Ich sehe mich nicht als Fotografin, sondern als Künstlerin, deren Medium die Fotografie ist“


VITA
1965
lebt in Gmunden und arbeitet in Linz

PREISE
2010
Junge Kunst 2010 (BBK Niederbayern, Sparkasse Passau & Kunstverein Passau), Passau (DE)
AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2017
MARK.freizeit.kultur, Salzburg (AT)
„Silence is a Place“,
Galerie der Stadt Vöcklabruck, Lebzelterhaus (AT)
2016
„Linien”, Sommergalerie Zöbing, Kamtal (AT)
„Linien”, Vereinigung Kunst-
schaffender OÖ – bvoö, Linz (AT)
2015
„Vonalak/Lines”, Három Hét Galéria, Budapest (HU)
„Linien“, Kunstverein Trier Junge Kunst, Trier (DE)
2014
Galerie bij de Boeken, Ulft (NL)
„Anderswo“, Galerie der Stadt Traun, Traun (AT
2013
“Poesie der Stille“, D.A.S. Rechtschutz AG, Wien (AT) „Fernweh“, Galerie Artport, Salzburg
2012
„Bergwelten“, Anton Bruckner Centrum Ansfelden (AT)
„Meer“, OÖ-Fotogalerie, Separe, OÖ Kulturquartier, Linz (AT)
2011
„Schneelandschaften“, Stift Schlierbach, Genusszentrum, „Himmelslinien“ , OÖ-Fotogalerie, Separee, Ursulinenhof, Linz (AT)

Hauptmedium der Künstlerin ist die Fotografie – sie findet immer auch Eingang in die Zeichnungen der Künstlerin und ist somit in jeder ihrer Arbeiten enthalten.

Das Medium Fotografie ist mit einem Wahrheitsanspruch verbunden, soll oft die Realität abbilden. Katharina Acht durchbricht in ihren Arbeiten die Realität und entfernt sich von ihr.
Daher sieht sie sich selbst auch nicht als Fotografin, sondern als Künstlerin, deren Medium die Fotografie ist. „Die Fotografie bietet für mich so viele Möglichkeiten sie auf unterschiedlichste Weise zu verwenden, das ich dieses Spektrum noch lange nicht ausgeschöpft habe.“, so die Künstlerin.
Am Anfang ihrer Arbeiten steht eine konkrete Idee, die Katharina Acht dann umzusetzen versucht.

Katharina Acht sammelt ihre Motive mit der Kamera – je nach Serie können das Linien und Farben in der Natur sein. Hierbei definiert sie ihre Bildausschnitte meist sehr genau mit der Kamera, legt den Ausschnitt im Moment der Aufnahme genau fest. Ist die Sammeltätigkeit abgeschlossen, beginnt – wie es Katharina Acht nennt – „das Komponieren am Computer“. Für Katharina Acht ist die Bildbearbeitung am Computer eine Selbstverständlichkeit, um beispielsweise störende Bildelemente zu entfernen, die von der Bildaussage ablenken oder aber auch, um Farbkorrekturen vorzunehmen.
Auch wenn der Ausgangspunkt ihrer Arbeiten immer die Realität ist, so ist es nicht ihre Intension, die Wirklichkeit abzubilden, sondern mit Hilfe der Fotografie ihre Ideen umzusetzen.

Gerne arbeitet Katharina Acht in Serien, beschäftigt sich intensiv mit einem Thema. Innerhalb dieser Ideen ist sie durchaus experimentierfreudig, entwickelt neue Varianten. Eine Serie ergibt wiederum Ideen für eine neue. Aus den Serien „Schneelandschaften“ und „Bergwelten“ beispielsweise entstand schließlich die Serie „Linien“. Waren es bei den ersten beiden Bildserien Linien in der Natur, die Katharina Acht sammelte und zu neuen Bildern verband, sind es bei der aktuellen Serie „Linien“ Linien, die die Künstlerin in der Natur installiert. Mit Stoffbändern werden Bäume umwickelt – so entsteht eine unterbrochene Linie im Wald. Das Auge erkennt die einzelnen Elemente und fügt sie zu einer Einheit zusammen. Spielte der „Raum“ in älteren Arbeiten kaum eine Rolle, so setzt sich Katharina Acht seit der Serie „Linien“ mit dem Thema „Raum“ auseinander, wiederzufinden in der Serie „Solo“, aber auch in Zeichnungen, die Katharina Acht erstmals dreidimensional in Form eines Würfels umsetzte. Die Arbeiten der Künstlerin laden den Betrachter zu immer neuen Sichtweisen und Blickwinkeln ein.




Im INNSIDE erschienen: Juni ’17