Klassik Highlight im Stadtsaal

Landesjugendorchester NRW gastiert mit einem erstklassigen Programm in Burghausen - Einnahmen kommen dem Orchester zugute

BURGHAUSEN | 23. JUNI 2022

„Klassik im Pausenhof“ heißt das Projekt mit dem das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus allen Jugendlichen kulturelles Leben näher bringen möchte. Zu Gast in Burghausen: das Landesjugendorchester NRW. Es ist ein spannendes Erlebnis, wenn sich rund 70 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren in ihren Schulferien treffen, um große Werke zu erarbeiten und diese in höchster Qualität zur Aufführung zu bringen.

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Unter der Leitung von Sebastian Tewinkel erklingen Werke aus der Klassik und Romantik

Denn die Jugendlichen sind ganz unterschiedliche Typen, haben ihre individuelle Herangehensweise an die Musik. Was sie eint ist ihre unbändige Freude am gemeinsamen Musizieren und der Ehrgeiz, das Beste aus sich heraus zu holen. Ihr Können haben die jungen Musikerinnen und Musiker bereits unter Beweis gestellt: Als Teilnehmende beim Wettbewerb "Jugend musiziert" haben die meisten bereits erste Preise gewonnen. Jedes Aufeinandertreffen ist neu und anders. Das nährt die Lebendigkeit des Orchesters, das nun schon seit über fünfzig Jahren besteht. Der Wunsch aller ist groß, miteinander musikalisch zu arbeiten, in der Musik zu leben und dem Klang eine gemeinsame Richtung zu geben - das spürt auch das Publikum. In ihrem Alltag leben die Jugendlichen in ganz NRW verstreut und sind mit ihrem Instrument alleine vor Ort beschäftigt. Und doch erfüllt diese Kraft des gemeinsamen Musizierens das Orchester jedes Mal wie ein Zauber, wenn die Musikerinnen und Musiker auf ihren nun schon über 230 Arbeitsphasen aufeinandertreffen und ihre Leidenschaft ausleben können: gemeinsam musikalisch brillieren.  Auf dem Programm unter der Leitung von Sebastian Tewinkel stehen von Carl Maria von Weber die „Freischütz-Ouvertüre“, von Johannes Schoellhorn eine Uraufführung seines Werkes „skima“, von Robert Schumann das „Konzertstück für 4 Hörner“ und von Ludwig van Beethoven die „Sinfonie Nr. 5“.

Unter dem aktuellen Motto und Programm „Durch die Nacht zum Licht“ des Landesjugendorchesters NRW erklingen Werke aus der Klassik und Romantik. Verbunden sind sie durch Hindernisse – mal dramaturgischer, mal spieltechnischer Art, die es zu überwinden gilt. Diesem Gedanken wird durch die Uraufführung des Werkes „Skima“ von Johannes Schöllhorn ein zeitgenössischer Aspekt gegenübergestellt.

Eröffnet wird das Konzert mit Carl Maria von Webers Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“. Sie erzählt von dem Schützen Max, dessen einstiger Triumph verblasst ist. Um seine Braut Agathe dennoch heiraten zu können, steht er vor der Aufgabe, an seine früheren Erfolge wieder anzuknüpfen – notfalls auch mit einem Teufelspakt... Musikalisch geben dabei idyllischer Hörnerklang, kämpferische Passagen, aber auch schaurige Streichertremoli einen Vorgeschmack auf die Oper.

Darauf folgt die Uraufführung des Werkes „Skima“ von Johannes Schöllhorn, das eigens zum 50-jährigen Bestehen des Landesjugendorchesters komponiert wurde. Der Titel stammt aus dem Japanischen und meint einen schmalen Lichtstrahl, der in einen dunklen leeren Raum fällt. Dieses Bild erklingt durch leise Akkorde, die von kurzen, unberechenbaren klanglichen Impulsen unterbrochen werden.

Während die Hörner in der Ouvertüre quasi als Jagdinstrumente eingesetzt werden, präsentiert Robert Schumann sie in seinem „Konzertstück für vier Hörner“ von einer sehr virtuosen Seite. Gleich vier Solisten stellen sich den spieltechnisch anspruchsvollen Herausforderungen. Schumann zeigt in dem dreisätzigen Werk eine Bandbreite musikalischer Ausdrucksmittel: von fanfarenartigen Klängen am Beginn des ersten Satzes zu zurückhaltender Schwermut im zweiten Satz bis hin zum fröhlich schwungvollen dritten Satz.

Zum Abschluss des Konzertes klopft das Schicksal mit Beethovens fünfter Sinfonie an die Tür. Ihr weltberühmter Auftakt sorgt für eine dramatische Atmosphäre, die im folgenden Satz mit seinem gesanglichen Thema in den Celli und Violen aufgelockert wird. Der dritte Satz nimmt die Stimmung des ersten Satzes wieder auf, bis die Sinfonie mit einem strahlenden Triumph in C-Dur schließlich endet.

Dieses Konzert wird von der Stadt Burghausen und vom Kulturamt der Stadt Burghausen tatkräftig unterstützt und vom "Kulturfonds Bildung" des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus gefördert. Die Eintrittseinnahmen kommen dem Landesjungendorchester zugute. Für Schüler ist der Eintritt frei! Tickets sind online über die Webseite www.donaufestival.de oder Reservix erhältlich.


DO | 7. JULI 2022 | 19:30 UHR | STADTSAAL BURHAUSEN

 www.donaufestival.de