KleinKunstFestival Ried im Stadtpark

Vielfältiges Programm für Jung & Alt im Juni

5.5.2021


Mit Freude und nach einer viel zu langen Wartezeit kündigt das KiK in Ried wieder ein Kulturprogramm an. Die Zeit des Lockdowns wurde genutzt, an verschiedenen Formaten für Freiluftveranstaltungen zu arbeiten. Die Wiedereröffnung des KiK’s ist für September 2021 geplant. Bis dahin gibt es ein vielfältiges Programm mit neuen Konzepten.


 
 

Der Startschuss dafür ist das erste Rieder KleinKunstFestival im Stadtpark. Geplant war es ursprünglich von 13.- 16. Mai, ein wenig zu optimistisch. Der Termin ist nun für 03.- 06. Juni fixiert. Die Veranstaltung soll vielen Sparten der Kultur, die normalerweise im KiK vertreten sind, eine Bühne bieten. Geboten werden unter anderem Kabarett, Literatur, Theater und Musik. Das vielfältige Programm soll einen Teil der abgesagten und verschobenen Veranstaltungen ersetzen und für alle Kulturinteressierten bei freiem Eintritt zugänglich sein.

Unterhalb des Skihanges, in der Nähe des Spielplatzes, wird eine kleine Bühne aufgestellt, welche vier Tage zu unterschiedlichen Uhrzeiten bespielt wird. Es wird einerseits eine Bestuhlung geben, andererseits soll der Skihang in eine Picknickzone verwandelt werden (mit den gebotenen Abstandsregeln natürlich).

Allerding kann erst nach dem 19. Mai bekannt gegeben werden, wie die konkreten Corona-Maßnahmen und das Präventionskonzept umgesetz werden. Einige Eckpunkte sind aber wohl schon sicher:
Es wird eine Registrierung und einen zugewiesenen Platz vor Ort geben. Auch eine gastronomische Versorgung ist sicher, die Getränke und Speisen müssen aber am eignen Platz konsumiert werden. Weitere Informationen dazu folgen in den nächsten Wochen.


DAS GEPLANTE PROGRAMM:

DO | 03.06. | 15:00 | Theater Tabor: Pumuckl und der große Krach

Kindertheater ab 5 J. von Ellis Kaut

Wer kennt ihn nicht, diesen kleinen, lustigen Kobold mit den roten Haaren. Mit dem kleinen Nachfahren der Klabautermänner hat Ellis Kaut 1962 eine der beliebtesten Figuren der deutschsprachigen Kinderkultur geschaffen.
„Pumuckl neckt, Pumuckl versteckt, niemand was meckt!“ Ständig fallen ihm neue Streiche ein, mit denen er seine Umwelt ganz schön in Atem hält. Aber so richtig böse kann ihm niemand sein, denn alle Geschichten mit und über Pumuckl gehen gut aus. Und wenn ein Kobold an etwas Menschlichem kleben bleibt, dann wird er plötzlich sichtbar und muss bei demjenigen leben, der ihn entdeckt. Das ist Koboldsgesetz, und daran kann auch Meister Eder nichts ändern und muss sich damit abfinden, dass von nun an nichts mehr so ist, wie es vorher war. Doch eines Tages treibt es Pumuckl zu weit und die Freundschaft mit Meister Eder wird auf eine harte Probe gestellt …

mit Regina Hillinger, Paulus Medicus, Claudia Tinta
Choreografie: Claudia Tinta
Regie: Anatoli Gluchov


DO | 03.06. | 18:00 | Dietmar Füssel: satirische Texte

Willkommen in Absurdistan

Im Jahr 1983 wurde Dietmar Füssels im Eichborn Verlag erschienener satirischer Kurzgeschichtenband ‚Wirf den Schaffner aus dem Zug‘ auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Preis für das beste deutschsprachige Erstlingswerk des Jahres ausgezeichnet. Mittlerweile hat er es auf stolze 22 Buchpublikationen gebracht, zu denen auch sieben weitere Satiresammlungen gehören.
Beim Kleinkunstfestival im Stadtpark wird der Autor aus jedem dieser sieben satirischen Bücher seine Lieblingsgeschichte vortragen, dazu auch noch eine Kostprobe aus seinem neuesten, bisher noch unveröffentlichten Satireband ‚Willkommen in Absurdistan‘. Also ein Best-of im besten Sinne des Wortes, mit dem Dietmar Füssel sich von seiner langjährigen Heimatstadt Ried verabschiedet. Weitere Informationen über den Autor finden Sie auf seiner Homepage unter www.dietmarfuessel.com


© Roland Ferrigato

DO | 03.06. | 20:00 | Christoph Fritz: das jüngste Gesicht

„Wunderbar lakonisch, scheinbar naiv, und doch voll hinterfotzigem Witz“ (Ö1) – In einem Feuerwerk der pointierten Hoffnungslosigkeit gewährt Christoph Fritz Einblicke in seine Lebensgeschichte und Gedankenwelt. Alles begann in einer kleinen ländlichen Gemeinde, in der Veganismus als Einstiegsdroge zur Homosexualität gilt. Seine Kindheit war geprägt von exzessivem Graben und sein Erwachsensein von irgendetwas Anderem. Das seinem Alter hinterher hinkende Gesicht der ständige Begleiter. Schlussendlich schafft er es sogar, den Bogen soweit in die Gegenwart zu spannen, dass der Pfeil der Wahrheit die Herzen der Zuschauer durchdringt und ihn blutüberströmt auf der Bühne zurücklässt. Oder auch nicht. Was bleibt ist nichts weiter als die absolute Erkenntnis:
Christoph Fritz ist DAS JÜNGSTE GESICHT.

Regie: Vitus Wieser


FR | 04.06. |18:30 | SAEDI

Saedi (Tania Saedi) veröffentlicht auf dem Sofa Surfers-Label Monoscope ihr erstes Album. Die Wienerin mit persischen Wurzeln hat lang auf diesen Moment gewartet. „Exhale“, das ist so ziemlich das Gegenteil von einem Schnellschuss. Die elf Songs, die es raufgeschafft haben, sind über Jahre entstanden, gereift und haben teils lange Wege zurückgelegt, bis sie nun in defnitiven Fassungen vorliegen, die dem Gesang, den Melodien und den Texten hundertprozentig entsprechen. „Ich wollte kein typisches Soul- oder Singer-Songwriter-Album machen“, sagt sie. Eine Schublade für ihre intime Songkunst müsste tatsächlich noch gefunden werden, braucht es aber in Wahrheit gar nicht. Es ist einfach intensive, tief empfundene und berührende Musik mit Herz, Hirn und Groove.
Paradox daran: „Exhale“ ist ein ganz besonderes Album, das zur gleichen Zeit für alle gemacht ist und niemand ausschließt. Wer hören will, darf fühlen.


© Carina Antl

FR | 04.06. | 20:30 | Onk Lou

Mit „Quarterlife“ legt Onk Lou sein zweites Album vor und vom ersten Ton weg ist klar – der Mann ist ein unglaubliches Talent. Er klingt, als hätte man Casper eine Stimmrange von Justin Timberlake verpasst und mit den Gitarrenskills von Andy McKee ausgestattet. Man kann es kaum fassen, so mühelos arbeitet er sich stimmlich durch ein Popalbum am Puls der Zeit. Man hört gebannt zu, taucht ein in eine Welt aus Beats und Gitarren, getragen durch die einzigartige, kratzige und gleichzeitig soulige Stimme eines Ausnahmekünstlers.


SA | 05.06. |15:00 | Djs WH Sonic & MC Boogaloo

Die beiden Djs sorgen am Samstag Nachmittag für musikalische Unterhaltung. DJ WH Sonic – bekannt aus den Rieder – City- Nächten versorgt uns mit einem Querschnitt aus seiner umfangreichen Musiksammlung.

Dj Mc Boogaloo taucht den Rieder Stadtpark mit Funk und Soul Beats in eine schwungvolle – gute Laune – Sommerstimmung!


SA | 05.06. | 19:30 | Poetry Slam

Poetry Slams nennen sich die Lesewettbewerbe der etwas anderen Art. Jede*r kann mitmachen. Voraussetzung: ein selbstverfasster Text und etwas Mut. Jede*r bekommt fünf Minuten Zeit, Requisiten und Gesang sind verpönt. Ob gereimt, geflüstert, gebrüllt – je mitreißender, desto besser. Die Jury sitzt im Publikum. Oder besser: Sie ist das Publikum. Sie entscheidet (bei Bedarf lautstark), wer ins Finale kommt. Zu gewinnen gibt es zwar keine Reichtümer dafür aber die Zuneigung und die Liebe der Zuhörerschaft.
lineup:
Benedikt Mittmannsgruber
Martina Sens
Stefan Schörghofer
Julia Herzog
Stefan Schweighoder
Manuela Gassner
uvm.


SO | 06.06. | 10:30 | Theater Tabor: Pippi Langstrumpf

Mittanzen sollen bei Pippis Geburtstagsplünderfest alle Kinder der Stadt. Nur Frau Finkvist bekommt nichts von der Torte, weil sie eine gar zu dumme Person ist. Doch bevor das große Plünderfest überhaupt beginnen kann, muss Pippi noch allerhand erledigen: Dringend braucht man circa 18 Kilo Bonbons, eine Sommersprossencreme, Parfüm und die Hand der Schaufensterpuppe kann bestimmt noch mal sehr nützlich sein. Und dann ist endlich der große Tag gekommen: Was die Kinder hier wohl erwarten mag?

Das Ensemble rund um Regisseur Anatoli Gluchov hat sich in den letzten Jahren über die Grenzen Österreichs hinaus mit seinen Inszenierungen bekannter Kinderbuchstoffe einen Namen gemacht. | Für Kinder ab 5 Jahren

Inszeniert wurde „Pippi Langstrumpf“ von Anatoli Gluchov, freier Theaterregisseur aus Russland, der Kafkas „Der Prozess“ oder Stefan Zweigs „Schachnovelle“ ebenso beeindruckend auf die Bühne brachte wie „Die kleine Hexe“, „Ronja Räubertochter“ oder zuletzt „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.

Mit Sabine Cap, Sieglinde Hauser, Sabine Köglberger, Gerlinde Schedlberger
Regie: Anatoli Gluchov
Bühnenbild: Paul + Gudrun Medicus


SO | 06.06. | 14:00 | DAST 3

Dass der Schlagzeuger Daniel Stockhammer mit der Jazztradition sehr verwoben ist ist deutlich in seinem Spiel hörbar. Mit DAST 3 stellt der im Innviertel geborene Jazz-Schlagzeuger Daniel Stockhammer sein erstes, eigenes Trio vor.
Seine Kompositionen und Interpretationen spielt das Trio stets mit viel Witz. Das Daniel Stockhammer Trio bedient sich für sein Repertoire aus dem Great American Song Book. Dabei findet der Zuhörer Daniel Stockhammers Liebe zu Michel Camilo´s Musik wieder. Zu diesem Stil perfekt passend gewählt sind auch die Musiker Hannes Stollsteimer am Piano und Lukas Kranjc am Bass. Der in Stuttgart geborene Pianist Hannes Stollsteimer ist durch das Jakob Manz Project über die Grenzen hinaus bekannt. Das Trio wird komplettiert durch den in der Szene für seine Vielseitigkeit anerkannten Bassisten Lukas Kranjc, der für das felsenfeste Fundament sorgt.