Landrat besucht MaierKorduletsch in Vilshofen

"Verankert in der Region - Europa im Blick"

Seit 100 Jahren zeichnet sich die Firma MaierKorduletsch durch Kompetenz und Expertise aus. Die im Jahre 1919 durch Josef Maier in Vilshofen gegründete Mineralölhandlung ist heute ein innovativer Energielieferant mit einem weitreichenden Portfolio: Neben dem herkömmlichen Heizöl bietet MaierKorduletsch auch Erdgas, Strom und Pellets an. Das Angebot an Kraftstoffen umfasst Diesel, Benzin, AdBlue und GTL. Doch MaierKorduletsch liefert nicht nur, die Firma betreibt auch ein eigenes Tankstellennetz, das sich über den ganzen ostbayerischen Raum erstreckt.

Bei seinem Besuch besichtigte Landrat Franz Meyer zusammen mit seinem Stellvertreter im Amt Armin Diewald, Wirtschaftsförderin Heidi Taubeneder und dem Vilshofener Bürgermeister Florian Gams das im Jahr 2017 in Betrieb genommene klimaneutrale Schmierstofflager am Standort Pleinting. Dort lagern durchschnittlich 1.00.000 Liter Warenbestand auf einer Fläche von 4.368 m². Am gleichen Ort befindet sich auch das seit 2018 genutzte Tanklager mit 71.400 m³ Lagervolumen. 20 % davon sind an den Erdölbevorratungsverband (EBV) vermietet.

Bei der anschließenden Gesprächsrunde berichtete der Geschäftsführer Alexander Maier über bereits getätigte Investitionen am neuen Standort Pleinting aber auch beim Bau des neuen Bürogebäudes in der Passauer Straße. Die Firma findet in dem vom Verfall bedrohten ehemaligen „Passauer Hof“ noch in diesem Jahr ein neues Zuhause. Bürgermeister Florian Gams ist „sehr dankbar für dieses städtebauliche Highlight“.

Das brisante Thema Klimawandel, das den Enegielieferanten MaierKorduletsch sehr beschäftigt, wurde nicht ausgespart. So fordert der Geschäftsführer Johann Berger darüber nachzudenken, den Verkehr zu verlagern und hinterfragt auch, welche Energien genutzt werden. Dass die E-Mobilität das Klimaproblem nicht lösen kann unterstrich er mit der Forderung, die Entwicklung von E-Fuels voranzutreiben.

Sehr aufmerksam verfolgte Landrat Franz Meyer die Ausführungen der Geschäftsführung zu den geplanten Vorhaben. So sollen am Standort Pleinting im Zuge des 2. Bauabschnitts eine LKW Pool-Tankstelle, eine LKW Waschhalle und LKW Stellplätze errichtet werden.

Mit den Planungen des 3. Bauabschnittes sind zukunftsweisende Ziele verbunden. So will Maier Korduletsch einen Hochtank mit einem Fassungsvermögen von 5.000 m³ für Gasöl B0 errichten sowie eine 2,1 km lange Pipeline vom Lager zum geplanten Ölbahnhof, 400 Meter der Ölpipeline sind bereits fertiggestellt. Die Firmenchefs sind sich sicher, dass die Investitionssumme von 6,7 Mio. Euro neben der sicheren überregionalen Produktversorgung, einer Arbeitsplatzsicherung und der Unabhängigkeit von anderen Lager- und Raffineriestandorten noch viele weitere Vorteile bringt. Pro Jahr könnten 3.000.000 kg CO2 durch die Verlagerung von 15 LKW-Transporten pro Tag auf die Schiene eingespart werden.

Eine Förderung dieses Millionenprojektes nach der Gleisanschlussrichtlinie des Bundes ist möglich, eine Förderung nach den Richtlinien des Kombinierten Verkehrs ist nicht möglich. Diesbezüglich fordern Alexander Maier und Johann Berger die Politik auf, diese Förderrichtlinien zu ändern, da diese Unternehmen wie MaierKorduletsch benachteiligen. Hintergrund ist, dass der Transport von Heizöl und Dieselkraftstoff in Kesselwagen gänzlich von der Förderung nach der Richtlinie des KV ausgeschlossen ist. Als Kombinierter Verkehr im Sinne dieser Richtlinie gilt „der Transport von Gütern in ein und derselben genormten Ladeeinheit (Container oder Wechselaufbau von mindestens 20 Fuß Länge, Sattelanhänger mit oder ohne Zugmaschine, Lastkraftwagen, Anhänger), wobei die Ladeeinheit einschließlich des Gutes den Verkehrsträger wechselt.“

Aber auch der Ausbau der Schiene, die Entwicklung von E-Fuels voranzutreiben und der Breitbandausbau mit einer entsprechenden Übertragungsrate gehören zu den Wünschen, die das Mittelstandsunternehmen MaierKorduletsch in Richtung Landrat formulierte.