Leseclubs in Passauer Grundschulen

Unterstützung von Wissenschaftlern

Die Grundschule Passau-Grubweg und die Kunstgrundschule Haidenhof haben mit Unterstützung des Lehrstuhls für Schulpädagogik der Universität Passau (Prof. Dr. Norbert Seibert) den ersten Leseclub der Stiftung Lesen im Landkreis Passau eingeworben.


Mit der Einrichtung von Leseclubs im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert die Stiftung Leseangebote insbesondere für bildungsbenachteiligte Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Bei einem Auftakttreffen in der Universität wurden nun die Grundlagen für die Kooperation geschaffen.

„Lesen bleibt auch in Zeiten der Digitalisierung die wichtigste Kulturtechnik und wird gar noch bedeutender, um in der wachsenden Flut an Medien nachhaltiges Lernen zu gewährleisten. Darüber hinaus trägt Lesen und die Freude daran auch in bedeutendem Maß zu einer gelungenen Integration bei“, betont Martin Eder vom Lehrstuhl für Schulpädagogik, der die Zusammenarbeit koordiniert.

Zur Betreuung in den Leseclubs werden während der dreijährigen Förderphase Lern- und Sprachpaten eingesetzt, also Lehramtsstudierende, die am Lehrstuhl für Schulpädagogik eine zusätzliche Qualifikation zur optimalen Förderung jedes einzelnen Schülers absolviert haben. „Die angehenden Lehrkräfte regen dadurch nicht nur das Interesse der Kinder für unterschiedlichste Formen des Lesens an und unterstützen sie darin, sondern sammeln selbst wertvolle Erfahrungen für den späteren Berufsalltag“, so Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Norbert Seibert.

Was ist ein Leseclub?


Die Stiftung Lesen unterstützt durch das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ in den kommenden Jahren bis zu 465 Leseclubs in ganz Deutschland. In der ersten Förderphase des BMBF-Programms wurden in den Leseclubs bereits rund 40.000 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit regelmäßigen Angeboten erreicht, viele davon aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen.

In den Leseclubs können Kinder betreute freizeitorientierte Angebote wahrnehmen, die ohne Notendruck ihre Lesemotivation steigern. Sie eröffnen besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen und erreichen so auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen. Dabei machen sich Leseclubs den sogenannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und zum regelmäßigen Lesen zu motivieren.


Die Kooperationsverträge und erste an die Schulen ausgelieferte Arbeitsmaterialien präsentieren die Lehrerinnen Bettina Stummer (von links), Isabell Sanftleben, Cosima Tröster-Mehrle (alle Grundschule Haidenhof), Susanne Bulicek, Michaela Kronawitter und Corinna Meurer (alle Grundschule Grubweg) zusammen mit Prof. Dr. Norbert Seibert (Mitte links) und Martin Eder.
Foto: Lehrstuhl für Schulpädagogik


Weitere Informationen rund um die Leseclubs unter: www.leseclubs.de/leseclubs/was-ist-ein-leseclub/