“Lesen ist zentrale Kompetenz”

Kunstgrundschule Haidenhof eröffnet Leseclub mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper


In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Passau hat sich die Kunstgrundschule Haidenhof erfolgreich um einen Leseclub der Stiftung Lesen beworben. Der offizielle Startschuss wurde nun bei einer Eröffnungsfeier in Haidenhof mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper gegeben.


Oberbürgermeister Jürgen Dupper (3. von links) eröffnet mit Rektorin Bettina Stummer (von rechts), Martin Eder vom Lehrstuhl für Schulpädagogik, der Koordinatorin des Leseclubs Isabell Sanftleben und Konrektorin Cosima Tröster-Mehrle den neuen Leseclub. Zuvor haben die Kinder ein passendes Piraten-Musical aufgeführt. (Foto: Stadt Passau)

„Allen technischen Errungenschaften unserer Zeit zum Trotz ist das Lesen die zentrale Kompetenz für jeden Einzelnen von uns. Dass Kinder darin – auch über den Regelunterricht hinaus – gefördert werden, ist also essenziell. Daher freue ich mich sehr, dass die gemeinsame Initiative der Kunstgrundschule Haidenhof und der Universität erfolgreich war und ein Leseclub eingerichtet werden konnte. Besonders begrüße ich die Tatsache, dass sich die damit verbundenen Angebote auch an bildungsbenachteiligte Mädchen und Jungen richten. Es muss unser Ziel sein, dass keiner auf der Strecke bleibt. Ich danke allen, die sich dafür einsetzen“, so das Stadtoberhaupt.


Über das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt die Stiftung Lesen bis voraussichtlich 2022 bis zu 465 Leseclubs für Kinder von 6 bis 12 Jahren in ganz Deutschland. In der ersten Förderphase haben davon bereits rund 40.000 Kinder profitiert. Die Leseclubs werden mit ausgesuchten Büchern, Zeitschriften, Spielen und digitalen Medien sowie zum Teil auch mit Mobiliar ausgestattet. Zur Betreuung werden in Haidenhof Lehramtsstudierende als ehrenamtliche Lern- und Sprachpaten eingesetzt, die eine zusätzliche Qualifikation zu einer optimalen Schülerförderung absolviert haben und auch schon Erfahrung vorweisen können, etwa durch ihre Mitarbeit beim Projekt „PASSgenAU – Zukunftschancen durch Bildung“. Den Kindern stehen also betreute und freizeitorientierte Angebote zur Verfügung, die jenseits jeglichen Notendrucks zur Steigerung ihrer Lesemotivation führen. Da die Zugänge zum Lesen besonders niederschwellig sind, werden auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen erreicht. Der Leseclub soll außerdem dazu beitragen, dass sich die Kinder gegenseitig unterstützen und zum regelmäßigen Lesen animieren, weshalb auch das Motto „Mit Freu(n)den lesen“ gewählt wurde.

Im Vorfeld zeichnete sich bereits eine große Resonanz innerhalb der Schülerschaft ab. Es wurden bereits 10 Gruppen mit rund 80 Kindern gebildet. Für die Betreuung stehen 8 Lesepaten zur Verfügung.