Luise Ramsauer

"ICH BEZEICHNE MICH ALS ZEICHNENDE MALERIN"


Für Luise Ramsauer ist die Zeichnung die Grundlage allen zweidimensionalen Schaffens. Erst dann kommt die Farbe mit ins Spiel. Daher sieht die Künstlerin sich selbst als „zeichnende Malerin“.

Die Arbeiten von Luise Ramsauer entstehen intuitiv im Prozess. Als Grundlage dienen ihr jedoch eine Vielzahl von Zeichnungen, die in Farbe auf die Leinwand umgesetzt werden. Auch wenn sich die Arbeiten im Laufe des Malprozesses verändern, so bleibt doch die Grundidee der Zeichnung erkennbar.
Farbe und Form sind in ihren Arbeiten gleichwertig und bedingen sich. Erst wenn Farbe und Form im Einklang sind, ist für Ramsauer ein Bild wirklich vollendet.


Die Künstlerin hat sich ganz und gar der Ölmalerei verschrieben.
Hierbei arbeitet sie ausschließlich „nass-in-nass“. Diese Technik stellt eine besondere Herausforderung für die Künstlerin dar, da hierbei ein genaues Timing erforderlich ist, um die gewünschte Bildwirkung zu erzielen. Hauptthemen im künstlerischen Schaffen der Malerin sind die Lebensenergien, Leben und Vergehen. Auch die Frage, welche Energien sie persönlich unterstützen, fließen in ihre Arbeiten mit ein.

Hauptthemen im künstlerischen Schaffen der Malerin sind die Lebensenergien, Leben und Vergehen. Auch die Frage, welche Energien sie persönlich unterstützen, fließen in ihre Arbeiten mit ein.



Auch wenn ihre Arbeiten auf den ersten Blick abstrakt wirken, so entstehen sie immer in Anlehnung an die Natur und organische Prozesse, oder auch an Zellkulturen. Unsichtbares sichtbar machen, wie unter einem Mikroskop – ebensolche Prozesse zeigt Luise Ramsauer auf der Leinwand. Während ihre früheren Arbeiten oft „Bilder im Bild“ enthielten, die dadurch immer auch eingegrenzt waren, greift die Künstlerin nun Details aus solchen Arbeiten heraus und gibt ihnen Raum auf einer einzigen Leinwand.

Die Bildwelten von Luise Ramsauer laden den Betrachter zu einer offenen Sichtweise ein – ohne ihn dabei einzuschränken. Mit ihren Arbeiten will die Künstlerin Kraft und Energie für das Leben weitergeben.


VITA
1959
| geb. in Passau,
1983-90 | Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste München,
bei Prof. Hans Baschang, Meisterschülerin
1991 | Diplom, Debutantenpreis, Bayerischer Staatsförderpreis für Bildende Kunst
1993 | USA-Stipendium des Freistaats Bayern für New York
1995 | Hochschulförderprogramm für Frauen
1998 | Arbeitsstipendium der Bayerischen Landesbank
Mitglied in der Neuen Gruppe; im BBK Oberbayern; in der GEDOK München
seit 2009 | Vorstandsmitglied im Verein Atelierhaus Dachauer Straße e.V. Ausstellungen (Auswahl)
2011 | “Innenwelten”, Malerei –
HypoVereinsbank Ulm
“Innenwelten” Malerei – Museum Deggendorf
2012 | “Passau 75” Museum Moderner Kunst in Passau
Gemeinschaftsausstellung anlässlich des 75. Geburtstages von Prof. Hans Baschang
2014 | “In Augenhöhe” – Bilder bekommen ein Heim. Ausstellungsprojekt der Künstler des Atelierhauses Dachauer Straße + Kulturhaus Milbertshofen
2016 | export – import, Galería Luz y Ofi cios, Centro Provincial de Artes Plásticas y Diseño, Ciudad de La Habana / Havanna (Kuba)
2017 | “Elementary” Kulturhaus Milbertshofen, München
2018 | Johannes Veit und Zoltan Barabas “Farbton” – Luise Ramsauer “Malerei”, Kunstverein Passau

Öffentliche Ankäufe
1988, 1990, 1996/7 | Bayerische Staatsgemäldesammlungen
1994 | Poliklinik München
1995 | Hypobank
1995 | Deutsche Bank
1998 | Artothek München
1995, 2001 | BMW-Stiftung
1999 | Landeszentralbank im Freistaat Bayern
2001 | BMW