Moderne Brustdiagnostik für Gewissheit

Um Auffälligkeiten noch präziser abklären zu können, hat RADIO-LOG in Passau investiert


Es kann ein selbst ertasteter Knoten in der Brust sein oder eine Auffälligkeit, die bei einer Untersuchung festgestellt wird – in solchen Fällen gerät die Welt einer Frau ins Wanken. „Nichts ist so schlimm wie eine unsichere Situation. Deshalb organisieren wir eine schnelle Abklärung. Der technische Fortschritt macht dies noch genauer und effizienter möglich“, erklärt Dr. Ina Stenner, Fachärztin für diagnostische Radiologie. Sie und ihre Kollegin MUDr. Andrea Simkova arbeiten bei RADIO-LOG im Passauer Schießstattweg seit kurzem mit einem Biopsie-System der neuesten Generation. Dieses ermöglicht die Entnahme von Gewebeproben direkt in der Praxis mit noch höherer Präzision. In die hochmoderne Technik und einen speziellen Behandlungstisch hat das medizinische Versorgungsunternehmen rund 250.000 Euro investiert.

In guten Händen

Rund 45 Minuten dauert die komplette Gewebeentnahme, die durch moderne Bildgebung überwacht wird. Da sind Aus- und Ankleiden, die Positionierung auf dem Behandlungstisch und die örtliche Betäubung schon mit eingerechnet. Das neue Biopsiegerät führt eine spezielle Nadel einmalig in die Brust und entnimmt dort mit Hilfe eines Vakuums Gewebeproben. „Es ist ein kleiner, aber umso wichtigerer Eingriff. Er ermöglicht eine genaue Diagnose ohne Operation “, informiert Dr. Ina Stenner. Bis das Laborergebnis der Gewebeentnahme vorliegt, dauert es in der Regel drei Werktage. Bei der Gewebeentnahme hat die betroffene Frau stets eine Mitarbeiterin der Praxis an ihrer Seite, die auf Fragen und Bedürfnisse der Patientin eingeht.


Radiologin MUDr. Andrea Simkova und die medizinische Fach-angestellte Linda Zillner (v.r.n.l.) am neuen Biopsie-System
von RADIO-LOG im Passauer Schießstattweg.

Beim Verdacht auf eine Krebserkrankung sei dies besonders wichtig. „Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt, das ist Teil unserer Philosophie bei RADIO-LOG“, unterstreicht MUDr. Andrea Simkova, die als Programmverantwortliche Ärztin auch die Früherkennungsuntersuchungen des Mammographie-Screening Niederbayern begleitet.

Mikrokalk auf der Spur

Im Zuge der Biopsie besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Clip in die Brust zu setzen. Mit kaum zwei Millimetern Größe ist dieser nicht zu spüren, bietet aber bei einer möglichen späteren Behandlung eine optimale Orientierung für den Chirurgen. Zeigt die Gewebeentnahme, dass der Verdacht unbegründet war, verbleibt der Clip als Markierung in der Brust. Bei der nächsten Kontrolle wird der betroffenen Stelle zusätzliche Beachtung geschenkt.

Die Vakuumbiopsie ist ein besonderes Verfahren, das vorwiegend bei Mikrokalkeinlagerungen in der Brust angewendet wird. Diese können gut- oder bösartig sein. Mikrokalk kann nur mit Hilfe einer Mammographie-Aufnahme erkannt werden, die Veränderung ist noch nicht zu ertasten.