Platz im Umfeld des Mahnmals an der Innpromenade erhält den Namen „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“

Straßenschild wurde im Rahmen der Gedenkstunde am 9. November 2022 enthüllt

PASSAU | 18. NOVEMBER 2022

Seit 9. November trägt der Platz im Umfeld des Mahnmals an der Innpromenade den Namen „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“. Im Rahmen der Gedenkstunde zur Reichspogromnacht vor 84 Jahren wurde dies mit der Enthüllung des neuen Straßenschildes durch Oberbürgermeister Jürgen Dupper im Beisein von Vertretern aus dem Passauer Stadtrat sowie weiteren Teilnehmern offiziell besiegelt.

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Oberbürgermeister Jürgen Dupper enthüllt im Beisein von Mandatsträgern aus der Stadt und der Region das neue Straßenschild für den „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“. | Foto: Stadt Passau

Zum Mahnmal, das im Jahr 1996 an der Innpromenade errichtet wurde, kommt damit ein weiterer wichtiger Baustein der Gedenkkultur hinzu. Regelmäßig finden dort die Veranstaltungen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 09. November und des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar statt.

Die Benennung des Platzes geht zurück auf einen Antrag aus dem Stadtrat, den Beschluss hierzu fasste der Ausschuss für Kultur im Juli dieses Jahres. Damit einher ging der Auftrag an die Verwaltung, einen Entwurf für eine Tafel oder Stele zu erarbeiten, um auf die Bedeutung des Mahnmals und des Platzes sowie die Opfer aus dem Stadtgebiet hinzuweisen. Die Planungen dazu laufen bereits. Ziel der Stadt ist es, damit einen weiteren wertvollen Beitrag zur Stärkung der Erinnerungskultur zu leisten.

Das vom österreichischen Bildhauer Wolfgang Kirchmayr geschaffene Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus ist seit seiner Errichtung ein weithin sichtbares Zeichen des Bemühens um das Erinnern und gegen das Vergessen.