Stadt Passau beteiligt sich am „Höfebonus“

Breitbandausbau auch für abgelegene Ansiedlungen


Derzeit sind im Stadtgebiet bereits mehr als 90 % aller privaten Haushalts mit schnellem Internet versorgt bzw. versorgbar. Um insbesondere auch abgelegene Ansiedlungen auszubauen, beantragt die Stadt Passau nun Fördermittel aus dem sog. „Höfebonus“. Der Ausschuss für Wirtschaft, Marketing und Arbeit wird in seiner Sitzung am Dienstag, 10.07.2018 über den aktuellen Sachstand informiert.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Der Breitbandausbau im Stadtgebiet Passau schreitet kräftig voran. Dabei fokussieren wir nicht nur die dicht besiedelten Flächen sondern auch Randgebiete. Mit der Nutzung des „Höfebonus“ soll auch in abgelegenen Gebieten eine höhere Übertragungsrate angeboten und Lücken geschlossen werden. 60% aller Haushalte verfügen bereits jetzt über einen Glasfaseranschluss der TPP oder eines anderen privaten Anbieters bzw. können angeschlossen werden. Unsere Planungen sehen vor, den Glasfaseranteil auf 90 % der Haushalte zu erhöhen.“
Die Stadt Passau hat sich bereits vor Jahren auf die moderne und zukunftsweisende Technologie „Glasfaser“ festgelegt um langfristig für schnelle Internetgeschwindigkeiten zu sorgen. Die Telepark Passau GmbH hat sogar ein eigenes Glasfaser-Ausbauprogramm aufgelegt.

Im vergangenen Jahr hat die Bayerische Staatsregierung ein Förderprogramm für Bereiche aufgelegt, wo kein Anbieter bereits oder zeitnah mindestens 30 Mbit/s gewährleisten konnte. Dies traf für unter 10 % der privaten Haushalte in Passau zu. Wo kein privater Anbieter gefunden werden konnte, hat sich die Stadt Passau am Förderverfahren beteiligt, um so viele Haushalte wie möglich mit leistungsfähiger Glasfaser zu erschließen. Die damals festgesetzte Fördersumme von maximal 740.000 Euro wurde nun durch den sog. „Höfebonus“ auf über 960.000 Euro aufgestockt um damit auch die restlichen Teilbereiche in diesem zweiten Verfahren erschließen zu können.

Im ersten Verfahren wurden insgesamt 328 Adressen gefördert. Für das zweite Verfahren wurden weitere 68 Adressen im Stadtgebiet identifiziert, die nach den Ausbauoffensiven dritter Anbieter nicht mit einer Bandbreite von 30 Mbit/s rechnen konnten, und für deren geförderten Glasfaserausbau sich Netzbetreiber noch bewerben können.