Susanne Gibis

„Es ist schon alles da, man muss es nur fotografieren“


Fotografiert hat Susanne Gibis schon als Kind, und zwar zunächst mit einer Rolleimat. Seit über zwanzig Jahren verwendet sie Spiegelreflexkameras für ihre Fotos. Seit dieser Zeit entstehen die meisten ihrer Arbeiten auf Reisen durch Europa.

Die Orte und Landschaften, die sie fotografiert, besucht sie meist mehrmals; unter anderem auch zu verschiedenen Jahreszeiten, denn im Winter ist das Licht anders als im Frühling oder Sommer und das gewählte Motiv entwickelt schon durch das unterschiedliche Licht eine völlig andere, neue Stimmung.
Manche Gegenden muss man sich regelrecht erarbeiten. „Ich kann nicht auf einer Reise die Fotos machen, die ich mache, sondern dazu muss ich öfter die Orte besuchen, bei jeweils anderem Licht, in einer anderen Jahreszeit, mit anderen Gedanken in mir… nur dann kann diese Fülle an Fotos entstehen“, so die Künstlerin.

Auch wenn bei Susanne Gibis sicherlich Naturaufnahmen überwiegen, so entstehen durchaus auch Architekturaufnahmen. Neben Sonnenuntergängen, die sich im Meer spiegeln, spielen aber vor allem Sandmuster- und Sandzaunfotografien eine wesentliche Rolle in ihrem künstlerischen Schaffen.

Charakteristisch für ihre Fotografien ist das Fehlen von Personen, denn Personen könnten von der fotografierten Natur oder dem Bauwerk ablenken.

Vita

Geb. 1970 in Passau

– erste Kamera (Rolleimat) im Alter von 9 Jahren
– seither fotografische Ausflüge in der näheren (und weiteren) Umgebung
– seit 1989 Spiegelreflexkameras (Minolta, seit 1994 Canon EOS, seit 2003 auch digital, aber ohne Nachbearbeitung)
– seit 1989 entstehen die meisten Fotografien auf Reisen durch Europa

Nur ganz selten, beispielsweise wenn es die Komposition erfordert, wird auch mal eine Person mit abgelichtet.

„Es ist schon alles da, man muss es nur fotografieren“, sagt die Fotografin. Jedoch steckt ein großes Maß an Vorarbeit in den Fotos, denn für die Künstlerin muss am Bild alles stimmen, sowohl die Komposition als auch Ausschnitte oder Licht.

Seit 2003 entstehen ihre Fotografien digital – allerdings, und darauf legt die Künstlerin großen Wert – ohne die Fotos am Computer in irgendeiner Art und Weise nachzuarbeiten.
Außer den größeren Dingen, den „Sehenswürdigkeiten“ sind für die Fotografin auch kleinere Dinge sehr sehens- und fotografierenswert, z.B. fotografiert sie seit Jahren vom Meer oder vom Wind erschaffene Sandmuster, Sandzäune mit deren Schatten, Steine, Muscheln, Sand, Wellen oder auch „einfach nur“ Wasser. Insbesondere diese Aufnahmen zeigt Susanne Gibis als„Trilogien“, d.h. drei Fotos untereinander.
Die Titel, die die Künstlerin ihren Arbeiten gibt, bestehen aus Ort, Region, Land und dem Aufnahmedatum.

Im INNSIDE erschienen im September ’11

Ausstellungen:

St.Anna-Kapelle, Kunstverein Passau: jährliche Teilnahme an der Mitgliederausstellung

2007 Communigate Passau (Teilnahme Dauerausstellung Druckkunst)

2009 St.Anna-Kapelle, Kunstverein Passau
alte Kirche Rathsmannsdorf, zusammen mit Doris Kohlbacher
Universität Passau, Foyer der Unibibliothek
2010 Rechtsanwaltskanzlei Matheis+Mauritz Passau-
2011 Glas Dersch in Waldkirchen
„das können wir bestätigen“ Schloss Obernzell mit Márl und Alfred Seidel