Verkehr Verkehrt

Der Blog von Gerd Jakobi

PASSAUS VERKEHRSLAGE IST SEIT JEHER VERZWICKT WEGEN DER LAGE AN DEN DREI FLÜSSEN.
DAS IST EINE BINSENWEISHEIT UND MACHT DIE SACHE NICHT EINFACH.

Aber diese Tatsache kann nicht aus der Pflicht entlassen, dass sich Passau den verkehrstechnischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen muss.
Noch sind wir von den Bedrohungsszenarien verschont, wie sie München und anderen Städten mit eventuellen Fahrverboten blühen. Aber wer weiß, was geschieht, wenn wir an den richtigen
Stellen messen?

Auch ohne Fahrverbote kann diese Stadt nicht einfach so weitermachen wie bisher. Es sind alternative Konzepte gefragt. Ansätze wie sie die Touristiker uns vormachen, haben da enormen Charme. Da ist z. B. die Einrichtung eines Linienverkehrs auf dem Wasser durch die
Dreiflüssereederei Wurm & Noé, wie sie jetzt ansatzweise und erstmal für die Touristen angeboten werden. Kann da nicht mehr draus werden? Auch die geplante Seilbahn zum Ober-
haus durch private Investoren um den Busunternehmer Manfred Eichberger zielt in eine interessante Richtung (siehe Innterview in diesem Heft). Die Privatinitiative Ilztalbahn gehört ebenso dazu.
In diesen Ideen steckt viel Zukunft!
Es kann nicht nur darum gehen, immer neue Straßen, Tunnels und Brücken für den
Individualverkehr zu bauen, die dann doch wieder vom immer noch stärker werdenden Einzelverkehr verstopft werden.

Hier ist jetzt endlich die Politik gefragt, durch intelligente, vernetzte und integrierte Verkehrskonzepte in der ganzen Region eine lebenswerte und umweltfreundliche Zukunft zu gestalten. Es reicht nicht, ein paar Striche auf die Fahrbahn zu malen und dann zu sagen dies sei ein Fahrradweg! 50 000 Euro zusätzlich für die Radwege in der Stadt sind zwar auch viel Geld, um aber wirklich etwas zu erreichen, fehlt hier mindestens eine Null!

Aber vielleicht ändert sich ja jetzt alles, da wir ja neuerdings den Bundesverkehrtminister im Stadtrat sitzen haben!