Von Dürren zu Fluten

Der Blog von Gerd Jakobi

Der Supersommer 2018 neigt sich dem Ende zu. Was aber nicht heißt, dass es nicht heiß bleibt. Haben wir uns anfangs noch gefreut, dass sich die Tage mit über 30 Grad Hitze aneinander reihten, so ist es vielen doch zwischenzeitlich im wahrsten Sinne zu viel geworden und
nicht nur die Landwirte sprechen von einem Katastrophenszenario. Zugegeben, in unserer Region hat sich die Dürre noch in Grenzen gehalten und bis auf die Schiff fahrt waren die Einschränkungen überschaubar. Aber einer großen Mehrheit der Wissenschaftler ist klar:
Das könnte zur Normalität werden! Der Leiter des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Hans Joachim Schellnhuber, Ortenburger Ehrenbürger und Klimaberater sowohl der UNO, als auch der Bundesregierung, erklärte uns schon nach der Flut 2013 in einem Innterview:
„Ob Regen oder Sonnenschein – das Wetter im Sommer in Nordamerika, Europa und Teilen Asiens bleibt länger gleich. Doch wenn sich Wetterlagen für mehrere Tage oder Wochen festsetzen, können diese zu Extremen werden: Hitzewellen, die dann Dürren, Gesundheitsrisiken und Waldbrände zur Folge haben; oder anhaltende Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen.“

Wir müssen uns also auf weitere Wetterextreme einstellen. Es wird höchste Zeit, sich auch
vor Ort massiv mit den daraus resultierenden Problemen wie Flut und Dürre auseinander zu setzen. Neben einer Verkehrswende und dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist dies sicher die Vorsorge gegen Fluten und Dürre. Dabei kann der gerade in Passau heiß diskutierte
Hochwasserschutz sicher nicht nur im Aufbau von Spundwänden liegen, sondern muss sich endlich und dringend mit dem Abfangen der Fluten an den Oberläufen der Flüsse beschäftigen! Es muss mit Hochdruck an der Innstudie gearbeitet werden, die nach letztem Nachfragen erst in 2020/21 fertig werden soll. Das muss schneller gehen, um dann endlich auch konsequente Umsetzungen angehen zu können, die dauern nämlich!