Vorstand der wissenswerkstatt für weitere drei Jahre gewählt

Virtuell durchgeführte Mitgliederversammlung

26.11.2020


Sie führen die wissenswerkstatt Passau bereits seit vielen Jahren und wurden jetzt von einer virtuell durchgeführten Mitgliederversammlung einstimmig für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt: Der 1. Vorsitzende Gernot Hein, Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender Alexander Seeliger, Schriftführerin Dr. Jutta Krogull, sowie die Beiräte Werner Lang, Armin Diewald und Roland Biebl.


Wurden jetzt von der Mitgliederversammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigt: Die Vorstände der wissenswerkstatt Passau. (v.l.) Wirtschaftsreferent der Stadt Passau Werner Lang, ZF Ausbildungsleiter Roland Biebl, Regierungsdirektor des Landratsamtes Passau Armin Diewald, Vorsitzender Gernot Hein, Kommunikationsdirektor bei ZF am Standort Passau, bayme vbm Geschäftsführerin Dr. Jutta Krogull, wiwe-Schatzmeister Alexander Seeliger, Kaufmännische Leiter des Geschäftsfeldes Arbeitsmaschinensysteme bei ZF. Das Foto entstand bei einem Treffen vor der Pandemie Anfang 2020. (Foto: wiwe)


Seit dem Start der wissenswerkstatt (wiwe) im Jahr 2013 hat sich die Bildungseinrichtung in der Bahnhofsstraße sehr gut entwickelt. Jährlich besuchen im Schnitt rund 7.000 Kinder und Jugendliche die verschiedensten Kurse, zu denen 47 unterschiedliche Themen angeboten werden. Der Anteil der Mädchen liegt bei rund 44 Prozent.

„Das aktuelle Jahr ist natürlich nicht mit den zurückliegenden Jahren zu vergleichen. Die Pandemie hat uns sehr zugesetzt. Wir mussten ab dem Frühjahr alle Kurse absagen und die Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Das hat dazu geführt, dass heuer nur rund 2.300 Kinder und Jugendliche an unseren Kursen teilnehmen konnten. Im Jahr zuvor waren es rund 7.900“, erklärt Gernot Hein. Erst ab August konnten dann in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Kreisjugendring wieder Kurse im Rahmen der Ferienbetreuung für Kinder durchgeführt werden. „Natürlich mit einem ausgeklügelten und von der Stadt genehmigten Hygienekonzept“, wie der alte und neue Vorsitzende des Trägervereins ausführt.

Kurse konnten auch im September und Oktober durchgeführt werden, bis der zweite Lockdown eine weitere Schließung notwendig machte. „Und diese Schließung wird leider auch noch im Dezember andauern müssen. Wir informieren laufend auf unserer Internetseite unter www.wiwe-pa.de, wie es konkret mit den Kursen in der wissenswerkstatt weitergehen wird“, so Hein weiter.

Die wissenswerkstatt Passau wurde 2012 gegründet. Sie bietet seit 2013 auf einer Fläche von rund 450 Quadratmetern im ehemaligen Postgebäude in der Passauer Bahnhofstraße für Kinder und Jugendliche Kurse an, in denen sie handwerklich arbeiten und so technische Phänomene erleben und begreifen können. Gerade das „Selbermachen“ steht im Vordergrund. Dafür stehen eine mechanische Werkstatt mit Metall- und Holzbearbeitungsmaschinen, EDV sowie Labore für Physik, Elektro- und Steuerungstechnik zur Verfügung. Kinder und Jugendliche können dort selbst Versuche und spannende Experimente durchführen. Das erworbene Wissen wird dann durch handwerkliche Arbeiten in echte Produkte umgesetzt. So erfahren die Kinder und Jugendlichen, was sie selbst mit der „richtigen Technik“ erreichen können.
Von Beginn an kooperiert die wissenswerkstatt über das Schulamt mit nahezu allen Schulen in Stadt und Landkreis Passau. Die Kurse stellen eine ideale Ergänzung des Lehrplans mit praktischen Inhalten dar.

Finanziell getragen wird die wissenswerkstatt primär über ihre Mitglieder. Dazu zählen die Stadt und der Landkreis Passau, die KnorrBremse AG aus Aldersbach, der Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sowie die ZF Friedrichshafen AG, die die Federführung dieses Projektes innehat. Auch die Zahl weiterer Unterstützer ist neben den Hauptförderern zuletzt auf über 25 Unternehmen und Institutionen angestiegen. „Die ganze Region zieht bei der wiwe an einem Strang“, resümiert Gernot Hein. „Freuen dürfen sich darüber nicht nur die Kinder, die sämtliche Kurse kostenfrei belegen können, sondern auch Eltern, Lehrer und die vielen Ausbildungsbetriebe. Schließlich könnten die wissenswerkstatt-Tüftler von heute die Azubis, Fachkräfte und Ingenieure von morgen werden“, so Hein.

Träger der Bildungsinitiative ist der Verein „wissenswerkstatt Passau e.V.“, den im Juni 2012 Vertreter von ZF am Standort Passau, Stadt und Landkreis Passau, die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) sowie die Universität Passau zusammen mit Dr. Manfred Schwab und Gernot Hein gegründet haben.

Vorsitzender dieses Trägervereins ist Gernot Hein, Leiter der Kommunikation bei ZF am Standort Passau. Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister ist Alexander Seeliger, Kaufmännische Leiter des Geschäftsfeldes Arbeitsmaschinensysteme bei ZF. Als Schriftführerin fungiert Dr. Jutta Krogull, Leiterin der bayme vbm-Geschäftsstelle Niederbayern in Passau. Der Vorstand wird komplettiert durch Roland Biebl, Ausbildungsleiter bei ZF in Passau, sowie durch Werner Lang, Referat für Wirtschaft, Marketing und Arbeit der Stadt Passau, und Regierungsdirektor Armin Diewald vom Landratsamt Passau.

Leiter der wissenswerkstatt ist der Technische Betriebswirt Ralf Grützner. Er ist verantwortlich für den laufenden Betrieb der Bildungseinrichtung. Unterstützt wird er dabei von einem Team mit Patrick Wagner, Lisa Schneider und Angela Putz.