Winterarbeiten in der Bauernstube

Federnschleißen und Handarbeiten aus Bienenwachs, Ton und Wolle im Freilichtmuseum Finsterau

Ganz so, wie es früher während der Winterzeit üblich war, wird am 17. Februar im Freilichtmuseum Finsterau, von 13 bis 16 Uhr, wieder gewerkelt. In der warmen Stube des Kappl-Hofes und des Tanzerhofs kann man Arbeitstechniken sehen, die heute kaum noch von Hand ausgeführt werden. Verarbeitet werden an diesem Sonntag Bienenwachs, Ton und Wolle. Aber auch die vielen Federn von Enten und Gänsen, die übers Jahr gesammelt wurden, finden an diesem Tag Verwendung.


Handgemachte Kerzen

Andrea Schuster-Haselberger zeigt, wie sie Kerzen aus Wachsplatten rollt. Handgemachte Kerzen aus Bienenwachs sind bis heute sehr beliebt, unterscheiden sie sich doch durch ihre goldgelbe Farbe und dem süßlichen Geruch so angenehm von künstlich hergestelltem Kerzenwachs.

Selbstgesponnene Wolle

Geschorenes Schafsfell dient als Rohstoff für die selbstgesponnene Wolle. Im Tanzerhof kann man beobachten, wie es gelingt, feinere oder stärkere Wollfäden zu ziehen und das auch noch gleichmäßig.

Kreatives Töpfern

Die Töpferin Jutta Koller macht sich an die Arbeit und formt Schalen, Becher und Dekoratives aus Ton.

Geselliges Federnschleißen

Gesellig wird es beim Federnschleißen. Dazu sitzen die Weiberleit rund um einen Tisch, auf den die Hausfrau einen großen Haufen Federn gibt. In gemütlicher Runde geht es dann mit flinken Händen ans Schleißen. In der beheizten Stube des Kapplhofs können die Museumsbesucher eigenhändig testen, wie lange es dauert, ein kleines Kissen zu füllen.


Auch sonst lohnt sich ein Sonntagsausflug ins Museum – und das für die ganze Familie. Für Kinder ist der Schlechtwetterspielplatz mit Riesenrutsche geöffnet. Nebenan lädt die Tafernwirtschaft Ehrn zu typischen Gerichten aus der bairisch-böhmischen und der mühl- und innviertler Küche. Im Eingangsgebäude bietet das Café Heimat eine große Auswahl an hausgemachten Kuchen und Torten.

Foto: Stephanie Herzig