Wo ist der Leuchtturm?

Der Blog von Gerd Jakobi


Wenn in diesen Wochen in Passau wieder einmal die „Europäischen“ anbrechen, dann sind nicht nur Kulturfans gespannt, was sich bei diesen Wochen abspielt und wie sie über die Bühne gehen. Nach den dramatischen Entwicklungen der letzten Zeit kann man den renommiertesten Kulturwochen der Region nur wünschen, dass alles glatt
geht und allen Unkenrufen zum Trotz ein, wie auch immer, erfolgreiches Festival stattfindet.

Nach allen Diskussionen und Gerüchten über die personellen Verhältnisse beim kulturellen Flaggschiff Passaus scheint eines aber von vornherein festzustehen: Nach diesen Festspielen werden und müssen die Weichen grundsätzlich neu gestellt werden! Nicht nur personell, sondern eben auch konzeptionell müssen sich die Europäischen Wochen neu
aufstellen, wollen sie in einem stark veränderten gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld weiter eine führende Rolle spielen.

Es gibt inzwischen viele durchaus hochwertige und erfolgreiche Kulturwochen in der Region, man denke nur an Bad Füssing, Hauzenberg oder nicht zuletzt den Kulturwald des Ex-Intendanten Bauer. Die EW sollten sich auf ihre regionale Wurzel Passau besinnen und hier Festspiele anbieten, die den Passauern wieder Lust auf „ihr“ Festival machen.
Wenn es das je war. Es sollte zu diesem werden!

Hier sind nun in einer Krisensituation auch die großen Zuschussgeber Stadt Passau und der Landkreis Passau gefordert,
ihren Einfluss geltend zu machen, um eine Neuaufstellung im organisatorischen und inhaltlichen Bereich zu befördern. Und, mancher kann es an dieser Stelle vielleicht nicht mehr hören, aber diese Entwicklung würde meiner Meinung nach am besten befördert, wenn es in Passau einen Klangraum gäbe, der zum Zentrum der hochwertigen musikalischen
Aufführungen in der Stadt werden könnte.

Kurz: Ich plädiere immer noch und gerade jetzt für ein Konzerthaus! Egal wo es hinkommt, als kulturelles Leuchtturmprojekt für die gesamte Kreativszene!