ZÜRICH TANZT

3. bis 5. Mai | Tanzkultur auf der stadtweiten Festivallandschaft


Tanzen ist Leben jenseits unserer alltäglichen Rhythmen. Ob bei einem Crash Kurs in Lindy Hop, der innerhalb einer Stunde das ganze Lebensgefühl auf den Kopf stellt, bei einer zeitgenössischen Performance, die gesellschaftlich kaum sichtbaren Körpern eine Bühne gibt, oder bei einem Spaziergang, der vom gewohnten Weg abbringt, – Tanz bewegt, verführt, reinigt, hält die Zeit an, macht Ungedachtes erlebbar und vieles mehr.

Die 7. Ausgabe von ZÜRICH TANZT lädt die ganze Stadt ein, für ein Wochenende in das weite Universum der zeitgenössischen Tanzkultur einzutauchen.

©Valerie Reding


Verspielt, queer, kosmisch, zeitgenössisch, urban, auf der Leinwand oder im glamourösen Showformat – in der stadtweiten Festivallandschaft findet man dieses Jahr sieben thematische Hubs, in denen es verschiedene Facetten der lokalen, nationalen und internationalen Tanzkultur zu entdecken gibt. Und natürlich wird auch wieder durch die Strassen, auf Plätzen und an anderen ungewöhnlichen Orten in der Stadt getanzt.

Queer-Curious Ballroom in der Helferei

Die Welt hat so viel mehr zu bieten als die Geschlechterrollen und Liebesformen, die Platz finden innerhalb traditioneller Körpervorstellungen. In Kooperation mit dem Filmfestival PINK APPLE und dem Kulturhaus Helferei wird hier Künstler*innen eine Bühne gegeben, die Queerness leben, erforschen und feiern.

Showtime Station im Hauptbahnhof

Auch dieses Jahr wird die große HB-Halle für ein Wochenende in eine Showbühne, einen Ballsaal und einen Dance Floor verwandelt. Nirgendwo sonst kann man spontan von der Pendlerin zur Charleston-Tänzerin, vom Shopper zum Partygänger oder von der Ausflüglergruppe zum Publikum werden.

Cosmic Dance Floor im Offenen St. Jakob

Bewegung als Tor zu deiner Innenwelt, als kreativer Erholungsraum oder sogar als Verbindung zum Universum: Hier findet sich eine Auswahl von TanzPraktiken, mit welchen sich der Rhythmus des Lebens spüren lässt – meditativ, ausgelassen, ravend, schüttelnd oder in Slow Motion. Das Motto lautet: Tief ausatmen und dem Flow des Moments folgen!

Urban Beat Palace im Dynamo

Im Crash Kurs neue Moves lernen, die experimentellsten Tänzer*innen aus verschiedenen urbanen Stilen beim Batteln anfeuern, die Welt des ugandischen Breakdance entdecken – hier wird ein Wochenende lang urbane Tanzkultur in allen Variationen lebendig. Zum ersten Mal mit dabei ist der Influence Battle, bei dem sich Breakdance mit Tanzstilen wie Salsa und House vermischt. Und der 2face Battle feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Sneakers anziehen und Beat ab!

The Contemporary Stage im Tanzhaus Zürich

Mit einem Besuch im Tanzhaus betritt man das Gravitationszentrum für zeitgenössisches Tanzschaffen an der Limmat. Hier nehmen fünf ästhetische Positionen die Bühne ein und stellen so unterschiedliche wie zeitgemäße Fragen: Wie beeinflusst die körperliche Erscheinung unsere Wahrnehmung voneinander? Was ist das Geheimnis hinter dem sonderbaren Tanz zweier maskierter Kämpfer? Ist Gott immer noch männlich?! Wie entsteht Bewegungsfreiheit für Asylsuchende? Und was denken Kinder über Tod und Unsterblichkeit?

The Playground im Zirkusquartier

Hier dürfen nicht nur die Kleinen, sondern auch die neugierigen Grossen zum Spielen vorbeikommen. Im Zirkusquartier versammeln sich immersive, interaktive, intime und experimentelle Formate zu einem abenteuerlichen Panorama von Situationen mit offenem Ausgang. Hier hat man die Möglichkeit, sich dem perspektivenverschiebenden Zauber des Ausprobierens hinzugeben!

Dance On Screen im Kosmos

Der Tanz verlässt die Liveness und neue Räume gehen auf! In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Festival Cinedans wird eine Auswahl an gelungenen Synthesen von Tanz und Cinematografie gezeigt. Außerdem erzählt die Leinwand internationale Geschichten von Menschen und ihren persönlichen Tanzwelten. Und die Video-Ausstellung des Schweizer Archivs der Darstellenden Künste (SAPA) gibt Einblicke in die Zürcher Tanzgeschichte.


©Valerie Reding

©Markus Mathis