Baustart für neuen Skatepark an der Regensburger Straße

Fertigstellung ist für Mitte 2024 vorgesehen

PASSAU | 19. OKTOBER 2023

Der Umzug der Passauer Skaterinnen und Skater von Kohlbruck nach Auerbach rückt näher. Noch vor Beginn der kalten Jahreszeit konnte mit den vorbereitenden Arbeiten für den Bau des neuen Skateparks an der Auffahrtsrampe zur Franz-Josef-Strauß-Brücke in der Regensburger Straße begonnen werden.

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Oberbürgermeister Jürgen Dupper (von links) freut sich mit Anlagenbauer Andreas Schützenberger, Moritz Schilling vom Verein Skateboarding Passau und Christian Geier von der Dienststelle Schulen und Sport, dass nun mit dem Bau des neuen Skateparks begonnen wird. | Bild: Stadt Passau

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Ich bin sehr froh, dass wir nun nach einem doch etwas längeren Prozess in die Umsetzung der Maßnahme gehen können. Die Standortsuche war nicht ganz einfach, aber letztlich sind wir im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu einer guten Lösung gekommen. Wichtig war mir dabei stets, die Skater-Community eng einzubinden, denn sie soll sich ja auch in der neuen Anlage wohlfühlen und Spaß haben. Der Verein Skateboarding Passau hat sich von Anfang an eingebracht und sogar bei den konkreten Planungen mitgewirkt, wofür ich sehr dankbar bin. Da wir mit Andreas Schützenberger außerdem einen weltweit aktiven Anlagenbauer gewinnen konnten, steht der Realisierung nun nichts mehr im Wege.“

Der neue Skatepark wird auf einer Grundfläche von etwa 840 Quadratmetern angelegt. Er erstreckt sich, angepasst an das vorhandene Gelände, auf vier Ebenen. Als Baumaterial kommt Ortbeton zum Einsatz. Entstehen werden verschiedene Elemente, die der Straße nachempfunden sind: Rundungen, Schrägen, Mauern (sogenannte „Ledges“), Stufen („Stairs“), Geländer („Rails“) und Höhenunterschiede („Gaps“). Darüber hinaus sind Sitzflächen unter dem bestehenden Baumbestand vorgesehen. Der neue Standort ist gut mit dem Bus und dem Fahrrad erreichbar.

Die Stadt Passau hat bereits bei den Planungen den Verein Skateboarding Passau eingebunden, deren Mitglieder sich vom neuen Standort begeistert zeigten. Noch vor Beginn der Schlechtwetterperiode geht es nun an die vorbereitenden Erdarbeiten, den Bau der Entwässerung, die Aufbringung von Frostschutzkies und die Untergrundarbeiten. Der Untergrund kann sich somit über den Winter setzen, sodass im Frühjahr gleich mit der Betonierung begonnen werden kann. Abhängig von der Witterung könnte bereits Mitte 2024 die Fertigstellung erfolgen.

Die Kosten belaufen sich auf rund 450.000 Euro. Die Stadt Passau kann im Rahmen des Investitionspakts Sportstätten mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern rechnen.

Die Fläche der Sportanlage in Kohlbruck, auf welcher der Skatepark derzeit noch beheimatet ist, wurde 1996/1997 beim Kauf des Bundeswehrgeländes mit erworben. Aufgrund einer 20-jährigen Nutzungsbindung mit entsprechender Nachentschädigungsklausel hat die Stadt Passau nach Ablauf der Frist im Jahr 2017 die Gelegenheit genutzt, die Zukunft des gut angebundenen Geländes neu festzulegen und als Behördenstandort auszuweisen. Seither wurde auch ein Ersatzstandort für den Skatepark gesucht. Als dieser gefunden war, fasste der Ausschuss für Schulen, Sport und Freizeit im Februar 2022 den entsprechenden Grundsatzbeschluss und leitete damit die erforderlichen Schritte zur Realisierung des Projekts ein. Rund ein Jahr später erging vom Stadtrat der Beschluss zum Verkauf von rund 16.800 Quadratmetern des ehemaligen Bundeswehr-Sportplatzes an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, damit an dieser Stelle eine neue und vor allem zentrale Unterbringung für die Bundespolizeiinspektion Passau geschaffen werden kann.