Erstmals Frau an der Spitze des Nationalparks Bayerischer Wald

Gebürtige Passauerin Ursula Schuster wird neue Nationalparkleiterin

BAYERISCHER WALD | 24. JANUAR 2023

Wie das Umweltministerium am 24. Januar 2023 mitteilte bekommt der Nationalpark Bayerischer Wald eine neue Leiterin: Ursula Schuster. Das gab Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber in München bekannt.

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Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zusammen mit der neuen Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald Ursula Schuster | Foto: Umweltministerium

Er gratulierte der 47-Jährigen zur neuen Aufgabe: "Ich freue mich sehr, dass wir für unseren Nationalpark im Bayerischen Wald mit Ursula Schuster eine hochkompetente neue Leiterin gewinnen konnten. Seit mehr als 50 Jahren ist der Nationalpark Bayerischer Wald ein Aushängeschild für den Naturschutz. Mit Ursula Schuster steht erstmals eine Frau an der Spitze des Nationalparks. Der Nationalpark ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Deutschlands größter Waldnationalpark ist ein Hotspot für die Artenvielfalt und ein Vorbild für sanften Tourismus. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich jeden Tag mit vollem Einsatz für die Natur und die Menschen in der Region. Mit der neuen Leiterin an der Spitze soll sich der Nationalpark weiter so positiv Richtung Zukunft entwickeln."

Die Landschaftsökologin Ursula Schuster begann ihre Laufbahn im öffentlichen Dienst im Jahr 2007 bei der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Anschließend folgten Stationen im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Referat "Schutzgebietssysteme und Natura 2000, Landschaftsplanung" sowie in der Bayerischen Staatskanzlei. Zuletzt leitete die gebürtige Passauerin das Büro des Ministerialdirektors Dr. Rüdiger Detsch im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Ursula Schuster wird die Leitung des Nationalparks zum 1. August 2023 übernehmen. In der Zwischenzeit wird sie bereits in verschiedene Projekte des Nationalparks eingebunden sein.

Minister Glauber dankte auch dem derzeitigen Leiter des Nationalparks, Dr. Franz Leibl, in dessen Amtszeit das 50-jährige Jubiläum des Nationalparks fiel. "Seit rund elf Jahren steht Dr. Franz Leibl an der Spitze unseres Nationalparks. Er hat die Geschicke des Nationalparks mit viel persönlichem Einsatz und Fingerspitzengefühl herausragend gelenkt und viele wichtige Weichen gestellt. Nicht zuletzt dank seiner großen fachlichen Kompetenz hat sich unter seiner Leitung der Nationalpark prächtig entwickelt. So ist neben neuer Waldwildnis auch ein wahrer Besuchermagnet in der Region gewachsen", betonte Glauber.

Der Nationalpark Bayerischer Wald hat eine Gesamtgröße von 24.945 Hektar. Jährlich lockt der Nationalpark rund 1,3 Millionen Besucher an. Er ist Naturattraktion und Motor für die touristische Regionalentwicklung.

Zur Pressemeldung des Umweltministeriums gibt es auch bereits eine Stellungnahme von Sebastian Gruber, Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau und Vorsitzender des Kommunalen Nationalparkausschusses: „Gemeinsam Natur Natur sein lassen. Das ist weiterhin unser Bestreben. Deshalb freue ich mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Frau Ursula Schuster, der designierten Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald. Der Nationalpark Bayerischer Wald, der erste und älteste Nationalpark Deutschlands, ist zweifellos das Zugpferd der Region. Eine weiterhin gute und verantwortungsvolle Entwicklung des Nationalparks Bayerischer Wald ist mir ein wichtiges Anliegen. Artenvielfalt und Naturschutz im Nationalpark Bayerischer Wald sind ein Gewinn für die Region. Genauso spielen aber Regionalentwicklung und Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung und Tourismus eine wichtige Rolle. Grundlage für die bisherige, positive Entwicklung war ein sehr reger Austausch und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, mit dem Ministerium, der Nationalparkverwaltung, den Kommunen, Verbänden und unseren Partnern in Tschechien, aber im Besonderen mit der Spitze des Nationalparks. Ein reger, vertrauensvoller Austausch sowie eine verlässliche Partnerschaft aller Verantwortlichen ist auch die Grundlage für die weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit. Mir persönlich ist Frau Ursula Schuster bis dato persönlich nicht bekannt. Insofern freue ich mich auf ein baldiges, persönliches Treffen und Kennenlernen. Frau Schuster ist uns in der Region natürlich herzlich Willkommen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“