

„Vermessung im Sinne von Erforschen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Daniel Kehlmann beschreibt in seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ zwei Arten, wie man die Welt erfahren und verstehen kann, indem er die Biografien von zwei anerkannten Wissenschaftlern, die um 1800 gelebt haben, beschreibt. Alexander von Humboldt, der Reisende und Friedrich Gauß, der Rechnende. Ich versuche beide Vorgangsweisen in meiner bildnerischen Arbeit zu verbinden.“ (Gerhard Wöß)
Zum einen ist es das bewusste Erleben von Landschaften durch viele Wanderungen, und zum anderen das Sammeln von Informationen über die Entstehung der Welt bzw. die Erfassung der Landschaft durch Pläne, Skizzen und Karten, die Zeichnungen entstehen lassen, die Landschaften in ihrem Aufbau und in ihren Strukturen sichtbar machen und beim Betrachten Erinnerungen an eigene Entdeckungen wecken sollen.
Historische Pläne und Landkarten aus seiner näheren Umgebung sind sehr oft Ausgangspunkt seiner intensiven Beschäftigung und bilden die Grundlage für viele seiner bildnerischen Arbeiten. So sind in den letzten drei Jahren vor allem drei Werkgruppen entstanden, die bei der Ausstellung gezeigt werden: Wie Landschaften entstehen, die Grenzräume oder Böhmerwaldvermessung /Vermessung der Donau sowie Landschaftslinien.
Die Ausstellung soll keine Retrospektive sein, sondern Einblick in das aktuelle Kunstschaffen von Gerhard Wöß geben.
JAZZATELIER ULRICHSBERG
17. FEBRUAR – 28. APRIL 2024
MI – FR | 14 – 17 UHR
+43 (0) 660 6388 816