



Ausgehend von dem Paradoxon, dass sie mit ihrem gewählten Medium einerseits in der modernen Tradition des Bauhauses stand und andererseits damit ein klassisches Frauenhandwerk ausübte, fand Fioreschy ihren eigenen künstlerischen Weg in der Verknüpfung von der althergebrachten Technik mit avantgardistischen Materialien und Motiven.
Ihr Material besteht meist aus Wolle oder medizinischen Infusionsschläuchen, die sie selbst einfärbt. Dazu verwendet die Künstlerin vitale Flüssigkeiten, wie Pflanzensäfte und Blut. Diese trocknen mit der Zeit ein und verlieren an Farbintensität. Entsprechend unterliegt jedes dieser Werke einer ständigen Transformation. Im gealterten Stadium sind manche von ihnen stark ausgeblichen und bestehen farblich nur noch aus Schattierungen von Beige- und Brauntönen. Die Dynamik der Kunstwerke mindert dies jedoch nicht im Geringsten, im Gegenteil: Es steigert ihre unikale Ausdruckskraft.
MUSEUM MODERNER KUNST PASSAU | BRÄUGASSE 17
3. FEBRUAR – 14. APRIL 2024
DI – SO | 10 – 18 UHR
ERÖFFNUNG: 2. FEBRUAR | 19 UHR
AFTER-WORK-FÜHRUNG: MI | 7. FEBRUAR | 18 UHR