PASSAU | 20. JUNI 2023
Die Universität Passau bietet ein umfangreiches Veranstaltungs- und Vorlesungsangebot, zu dem nicht nur Studierende eingeladen sind. Zahlreiche Ringvorlesungen und Vortragsreihen beschäftigen sich mit dem aktuellen Zeitgeschehen, hinterleuchten Brennpunkte aus Wirtschaft und Politik. Alle Interessierten Menschen, auch ohne akademische Ausbildung, sind eingeladen, sich mit den Themen der Zeit auseinanderzusetzen.

Veranstaltende: Prof. Dr. Christoph Barmeyer (Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation)
In Zeiten zunehmender Globalisierung ist interkulturelle Kompetenz eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Geschäftstätigkeiten und ein produktives Miteinander im Arbeitsalltag. Das Konzept der Global Fitness geht über das Kompetenzkonzept hinaus und schenkt auch dem Interaktionskontext Beachtung. Der Vortrag erläutert das Konzept in Abgrenzung zur interkulturellen Kompetenz und beschreibt die Prämissen, unter denen Akteure eine globale Fitness erreichen können.
Referent: Prof. Dr. Peter Franklin (Hochschule Konstanz)
Veranstaltende: Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts der Universität Passau (Prof. Dr. Hans Mendl)
Religiöse Lernprozesse anleiten will gelernt sein! Vorlesungen und Seminare liefern das nötige religionspädagogische und religionsdidaktische Grundlagenwissen und geben prinzipielle Richtungen vor, können aber vom Selbstverständnis her nur bedingt in die Praxis einführen. Hier knüpft die Lernwerkstatt Religionsunterricht an: Verschiedene Referenten laden jeweils dazu ein, neue Unterrichtsformen und Methoden kennenzulernen und auszuprobieren.
Thema: Fotoprojekt 'klein und groß'
Veranstaltende: Hochschulgruppe GoverNET – Staatswissenschaften Passau e. V.
Klimakrise, Rassismus, Gender-Pay Gap und steigende Armutszahlen – Gründe genug, die Welt verändern zu wollen Aber wie geht das am besten? Seit geraumer Zeit gehen Anhängerinnen und Anhänger von „Fridays For Future“ und „Black Lives Matter“ auf die Straße, in der Hoffnung, Gesellschaft und Politik zu mehr Engagement in Sachen Klimaschutz und gegen strukturelle Diskriminierung von Black Indigeonous People of Colour zu bewegen. Klinikmitarbeiterinnen und Klinikmitarbeiter im ganzen Land protestieren für eine Umstrukturierung des Gesundheitssystems, die Initiative „Vote 16” ruft auf Social Media zur Senkung des Wahlalters auf.
Doch wie viel Gewicht wird aktivistischen Organisationen in politischen Entscheidungsprozessen wirklich verliehen? Bestimmt Protest in der Zivilgesellschaft das Handeln von Akteurinnen und Akteuren in Bundestag und Regierung, oder ist gesellschaftlicher Fortschritt allein vom Willen politischer der Entscheidungstragenden abhängig?
Wenngleich Aktivismus ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Willensbildung darstellt, so scheint die Wahl der Themen und Mittel gesellschaftlicher Proteste immer extremer zu werden. Rechtsradikale Bewegungen wie Pegida lassen die Frage aufkommen, wann Aktivismus die Grenze zu Extremismus überschreitet. Kartoffelbrei auf Kunstgemälden und Diskussionen rund um die sogenannten „Klimakleber“ werfen zudem die Frage auf, inwieweit sozialer Ungehorsam ein legitimes Mittel der Meinungsäußerung darstellt. In anderen Worten: Wie weit darf Aktivismus gehen?
Veranstaltende: Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht (Prof. Dr. Moritz Hennemann)
Thema: Die Dunkle Seite des Kunstmarktes
Referentin: Dr. Friederike Gräfin von Brühl (Rechtsanwältin, K&L GATES, Berlin)
ZOOM-ANMELDUNG UND WEITERE INFORMATIONEN (Meeting ID: 647 0924 0227, Kenncode: 9443265630)
Veranstaltende: Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Universität Passau
Ein Vortrag im Rahmen der Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Rüdiger Korff.
Veranstaltende: Prof. Dr. Marina Hertrampf (Professur für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft – Schwerpunkt Frankreich)
Wer oder was ist ARTE? Ein audiovisueller Vortrag über ARTE, ein Blick auf die interkulturelle Zusammenarbeit und der Gebrauch der Sprachen bei ARTE. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer Diskussionsrunde Fragen zu stellen.
Referentin: Birgit Gabriel (CSR-Koordinatiorin bei ARTE.tv)
Veranstaltende: Prof. Dr. Christian Thies und Dr. Florian Wobser (Lehrprofessur für Philosophie)
Plastik im Meer, Erderwärmung, Atomtests: Menschen prägen unseren Planeten heute so stark, dass man dies in ferner geologischer Zukunft noch erkennen wird. In Teilen der Wissenschaft scheint sich dafür ein Begriff durchzusetzen: „Anthropozän“ (griech.: „Menschenerdzeitalter“). Die Ringvorlesung „Anthropozän“ beschäftigt sich u. a. mit daraus resultierenden Fragen der Ethik und der Nachhaltigkeit.
Thema: Lebensweltlich-wissenschaftsorientiertes Philosophieren – Zumutungen und Notwendigkeiten einer zeitgemäßen Bildung
Referentin: Prof. Dr. Bettina Bussmann (Paris Lodron Universität Salzburg)
Veranstaltende: Hochschulgruppe GoverNET – Staatswissenschaften Passau e. V
Die zweite Podiumsdiskussion im Rahmen der Passauer Politiktage 2023 will die Rolle der Frau in extremistischen Gruppierungen beleuchten.
Eine Studie des baden-württembergischen Verfassungsschutzes zeigt: Rund ein Fünftel der Mitglieder rechtsextremer und islamistischer Gruppierungen ist weiblich, in den entsprechenden Führungszirkeln sind Frauen dagegen noch seltener vertreten. Sind sie deshalb eine Minderheit ohne Einfluss? Oder wird ihre Beteiligung – so auch Präsidentin Beate Bube – unterschätzt? Spielen Frauen womöglich eine entscheidende Rolle für die gesellschaftliche Radikalisierung und Ausübung von Gewalttaten? Demgegenüber stehen wiederum häufig patriarchale Ideologien, die – insbesondere im Phänomenbereich Islamismus – Frauen ihrem männlichen Gegenüber unterordnen und den Feminismus zum Feindbild erklären. Doch fußen die Rollenmodelle im Links- oder Rechtsextremismus tatsächlich auf einer größeren Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern als im Islamismus? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Frauenbild und -beteiligung in den verschiedenen extremistischen Organisationen? Und welche Rolle spielt Gender überhaupt bei der Radikalisierung?
Veranstaltende: Prof. Dr. Karsten Fitz (Professur für Amerikanistik/Cultural and Media Studies) und PICAIS – Passau International Centre for Advanced Interdisciplinary Studies
Im Zuge des Angriffskriegs Putins in der Ukraine und dem anhalten Strom Flüchtender stellt sich erneut die Frage nach der erfolgreichen Integration von Flüchtenden und Migrierenden. Neue Migrationsmuster, -routen und -regime haben die Annahmen über Migrantinnen und Migranten und ihre Aufnahme in den jeweiligen Aufnahmeländern verändert und gleichzeitig die Debatte darüber verschärft, wer als „würdig“ erachtet wird, aufgenommen zu werden und damit Anspruch und Zugang zu Sozialleistungen oder die Staatsbürgerschaft erhält.
Das Symposium bietet eine rassenkritische Perspektive auf US-Wohlfahrtsregime, um die zugrunde liegenden Rassifizierungsprozesse zu erforschen. Es verlagert die traditionelle Debatte von der Frage, wie Einwanderer in die Aufnahmegesellschaft integriert werden, zu Fragen, wie Einwanderer und ihre Gemeinschaften einer Rassifizierung unterliegen und damit in eine rassifizierte Gesellschaft aufgenommen werden, wodurch der Zugang zu und die Berechtigung für Sozialleistungen bestimmt wird. Dieser neue Blickwinkel ermöglicht eine zeitgemäße und differenzierte Debatte und ein Verständnis dafür, wie die Eingliederung von Zuwanderern angesichts eines zunehmenden Rechtspopulismus, eines neoliberalen Wirtschaftssystems und eines schwindenden Wohlfahrtsstaats funktioniert.
Veranstaltende: Prof. Dr. Christoph Barmeyer (Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation)
Referent: Ilja Galvic (Leadership Coaching, Hamburg)
Veranstaltende: Für Soziologie: Prof. Dr. Anna Henkel, Jana John, Raphaela Casata, für die Rechtswissenschaft: Prof. Dr. Tomas Kuhn, Prof. Dr. Moritz Hennemann
10 Minuten Soziologie (11:50 bis 12:00 Uhr)
Raphaela Casata (Universität Passau): We are not here to make fashion, we are here to make change
10 Minuten Rechtswissenschaft (12:00 bis 12:10)
Dr. Till Meickmann (Universität Passau): Gutes Leben und Steuerrecht
ZOOM-ANMELDUNG (Meeting-ID: 669 2401 5697, Kenncode: 448870)
Veranstaltende: Prof. Dr. Thomas Wünsch (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen)
Referent: Prof. PhDr. Ph.D. František Stellner (Karls-Universität Prag, Tschechische Republik)
Veranstaltende: ZKK Zukunft: Karriere und Kompetenzen, Universität Passau
Referentin: Sitora Sodatkadamova (Associate IT Consultant, Adesso SE)
Veranstaltende: Prof. Dr. Natasha Adamowsky (Lehrstuhl für Medienkulturwissenschaft mit Schwerpunkt digitale Kulturen) und Prof. Dr. Andrea Sieber (Professur für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft)
Die multidisziplinäre Ringvorlesung möchte den Diskussionsstand zur Bedeutung des Normalen und über das Funktionieren von Normalisierungsprozessen aufnehmen und nach konkreten Prozessen der Genese und Formung von Normalität produzierenden Regularien, Mustern und Schemata fragen. Dabei wird eine dezidiert kulturwissenschaftliche, medientheoretische wie auch kulturästhetische Perspektive verfolgt. Thematisiert wird das gesamte Spektrum menschlicher Ordnungsvorstellungen und Standardisierungstechniken von der Spezifik historischer Disziplinierungs- und Stabilisierungsmaßnahmen bis hin zu aktuellen Beispielen einer postmodernen Normalisierungsmacht.
Thema: ‚Indianer’ in Science Fiction? – Indigenous Futurism und die visuelle Infragestellung der kulturellen Norm
Referent: Prof. Dr. Karsten Fitz (Universität Passau)
Thema: Ritualisierte Transgressionen. Zirkus und Unterhaltung als Reflexion von Normalität
Referent: Prof. Dr. Matthias Christen (Universität Bayreuth)
Veranstaltende: Hochschulgruppe GoverNET – Staatswissenschaften Passau e. V.
Eine weitere Podiumsdiskussion im Rahmen der Passauer Politiktage 2023 befasst sich mit Vorratsdatenspeicherung, biometrische Gesichtserfassung und „Chatkontrolle”. Vor dem Hintergrund terroristischer Gefahren und steigender Zahlen politisch motivierter Kriminalität fordern einige Politikerinnen und Politiker die Verschärfung öffentlicher Überwachungsmechanismen, sowohl im Netz, als auch auf der Straße.
Während Befürworterinnen und Befürworter in diesen notwendige Vorkehrungen zur Gewaltprävention sehen, kritisieren andere die hiermit einhergehende Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten und fürchten einen zunehmenden Verlust demokratischer Grundsätze und den Beginn des sogenannten „Überwachungsstaates”. Doch was ist die Antwort einer wehrhaften Demokratie auf das Dilemma? Wie finden wir die richtige Balance zwischen Sicherheit und Freiheit?
Veranstaltende: Universität Passau und Festspiele Europäische Wochen e. V. in Kooperation mit dem Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz sowie dem Landestheater Niederbayern
Die Universität Passau und die Europäischen Wochen feiern gemeinsam ein buntes Fest. Auf der Innwiese präsentieren Musikgruppen aus der akademischen Familie ein vielfältiges Konzertprogramm mit Rock, Pop, Jazz und vielem mehr. Zum Abschluss zündet die Niederbayerische Philharmonie ein musikalisches Feuerwerk mit Auszügen aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und dem zweiten Violinkonzert des Minimal Music-Komponisten Philip Glass.
Der Eintritt zum Uni-EW-Fest ist für alle kostenfrei. Für Essen und Getränke ist reichlich gesorgt.
Ablauf:
- 16 Uhr Eröffnung
- 21 Uhr Sinfoniekonzert in der Innsteg-Aula
Bei Schlechtwetter wird das Fest in die Innsteg-Aula (Innstraße 23) verlegt.
ANFRAGEN AN DIE UNIVERSITÄT ODER ANFRAGEN AN DIE EUROPÄISCHEN WOCHEN
Veranstaltende: Prof. Dr. Martina Padmanabhan (Lehrstuhl für Vergleichende Entwicklungs- und Kulturforschung – Schwerpunkt Südostasien) und Prof. Dr. Wolfram Schaffar (Lehrstuhl für Entwicklungspoltik)
Thema: Energy Raw Materials, Energy Transitions, and Geopolitics
Ein Vortrag in englischer Sprache.
Referent: Paul S. Ciccantell (Western Michigan University, USA)
In cooperation with the Professorship for American Studies/Clutual and Media Studies, Prof. Dr. Karsten Fitz.
Veranstaltende: Fakultät für Informatik und Mathematik der Universität Passau
Diese Ringvorlesung beschäftigt sich im Sommersemester 2023 mit den neuesten Entwicklungen in der Forschung und Anwendung von generativen Sprachmodellen. Von den Grundlagen der künstlichen Intelligenz bis hin zu den ethischen, rechtlichen und sozialen Auswirkungen der Verwendung von generativen Sprachmodellen ist das Themenfeld der Vorlesung breit gefächert: Dazu gehören unter anderem die Funktionsweise von Sprachmodellen, ihre Anwendung in verschiedenen Bereichen sowie die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich durch die Verwendung dieser Technologie ergeben.
Die Vorlesungen bieten eine breite Palette an Perspektiven und Einblicken in die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der generativen Sprachmodelle. Sie richten sich an die wissenschaftsinteressierte Öffentlichkeit, an Studierende und Fachleute aus verschiedenen Disziplinen wie Informatik, Linguistik, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Philosophie und Sozialwissenschaft, die an der Anwendung und Erforschung von generativen Sprachmodellen interessiert sind.
Thema: Dialoge mit der künstlichen Intelligenz: Wie natürlich ist generierte Sprache?
Referentin: Prof. Dr. Annette Hautli-Janisz (Universität Passau)
ANFRAGEN
Veranstaltende: Hochschulgruppe GoverNET – Staatswissenschaften Passau e. V.
Die Abschlussveranstaltung der Passauer Politiktage 2023 stellt die Frage, wie wir als Gesellschaft Menschen, die ehemals zu radikalen oder extremistischen Gruppierungen dazugehörten, nachhaltig reintegrieren können. Das Ziel deutscher Strafjustiz, die Resozialisierung von Täterinnen und Tätern, soll vor allem durch individuelle Vollzugs- und Behandlungsplanung erreicht werden. Dies umfasst auch das Spektrum extremistischer und terroristischer Straftaten. Die Aufarbeitung des eigenen, zumeist radikalen Weltbildes und die Reintegration lässt sich als langfristiger und wechselseitig bedingter Prozess verstehen, dessen Erfolg der nachhaltige Abbruch einer extremistischen Karriere ist.
Dem gegenüber stehen die tödlichen Anschläge in Dresden im Oktober 2020 sowie die Schießerei in Wien, die von kurz zuvor entlassenen terroristischen Straftäterinnen und Straftätern verübt worden sind, obgleich in beiden Fällen die mutmaßlichen Angreiferinnen und Angreifer Deradikalisierungsprogramme durchlaufen haben. Auch der Umgang mit IS-Rückkehrenden wird in Politik und Gesellschaft kontrovers diskutiert. Vor diesem Hintergrund soll diskutiert werden, wie Rückfälligkeit und Gewaltpotential reduziert bzw. vermieden werden können und wie mit Ehemaligen der extremistischen Szene oder terroristischen Gruppierungen umgegangen werden kann.
Veranstaltende: Hochschulgruppe InnDie Spieleentwicklung
Die InnDie Games Ausstellung geht in die zweite Runde. Insgesamt 6 neue und viele altbekannte Spiele der Hochschulgruppe InnDie Spieleentwicklung können besichtigt und gespielt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, vor Ort mit deren Entwicklern zu sprechen und Einblicke in die Spieleentwicklung zu erhalten. Für Unterhaltung wird außerdem mit einem Rahmenprogramm aus Turnieren, Schnitzeljagd, Speedruns und noch mehr gesorgt.
Alle sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.