Sommer-Open-Air im Klosterpark

Das Kloster Fürstenzell öffnet im Sommer seine Tore und bietet ein hochkarätiges Festival mit großen Namen.

FÜRSTENZELL | 5. JANUAR 2022


Die Schirmherrschaft für die Veranstaltungsreihe vom 31. Juli bis 5. August 2022 hat Staatsminister Bernd Sibler übernommen. Zu Gast im Klosterpark sind das Herbert Pixner Projekt, Konstantin Wecker, Goldmund mit Anna Veit & 6 Münchner Philharmoniker, Quadro Nuevo, Elmar Slama & Band, die Kapelle So&So und die CubaBoarischen 2.0.

Präsentiert wird die Veranstaltungsreihe von der Eventplattform www.donaufestival.de unter der künstlerischen Leitung von Oliver Lakota in enger Zusammenarbeit mit der KlosterPark GmbH, dem Forum Cella Principum e.V. und der Marktgemeinde Fürstenzell.


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Beim Sommer-Open-Air im Fürstenzeller Klostergarten sind hochkarätige Künstler zu Gast.

Quadro Nuevo macht am Sonntag, den 31. Juli 2022 den Anfang und erhielt bereits zweimal den ECHO als „bester Live-Act des Jahres“, den German Jazz Award und eine Goldene Schallplatte. „MARE“ heißt das neuste CD-Programm, welches pandemiebedingt bisher kaum live zu hören war. MARE ist Musik gewordenes Wellenrauschen. MARE ist südliche Meeresbrise, die seit jeher die Phantasie des Mitteleuropäers beflügelt. MARE erglänzt in allen betörenden Klangfarben eines unbekannten Paradieses und duftet nach Dolce Vita, reifen Zitronen und gelben Bikinis.Die mediterrane Leichtigkeit des Seins war zweifellos immer schon prägend für die Instrumental-Kunst von Quadro Nuevo: italienische Tangos, französische Valse, ägäische Mythen-Melodien, waghalsige Fahrtenlieder entlang einer sonnenbeschienen Küstenstraße, orientalische Grooves, Brazilian Flavour und neapolitanische Gassenhauer. Sie alle dienen als vergnügliche Barke für lustvoll improvisierte Abenteuerfahrten. Die Anregungen und Inspirationen hierzu holte sich Quadro Nuevo auf ausgedehnten Reisen. Musikalische Juwelen aufgelesen auf den Plätzen und an den Gestaden des Südens. Die temperamentvollen Vollblut-Musiker touren seit 1996 durch die Länder dieser Welt und gaben bisher rund 3500 Konzerte. Sie trugen ihre Lieder von Oberbayern bis Bari, quer über den Balkan durch Vorderasien bis Kairo, von Buenos Aires bis Hong Kong. Die Auftrittsorte sind so verschieden wie die Wurzeln ihrer Musik: Das Ensemble ist nicht nur auf Festivals und in renommierten Konzertsälen wie der New Yorker Carnegie Hall zu Gast. Die spielsüchtigen Virtuosen reisen auch als Straßenmusikanten durch den mediterranen Süden und fordern als nächtliche Tango-Kapelle zum Tanz. Die Besetzung von Quadro Nuevo: Mulo Francel (sax, clarinet, mandoline), Andreas Hinterseher (accordion, bandoneon, trumpet), D.D. Lowka (bass, percussion), Chris Gall (piano).

Das erfolgreiche Programm „Goldmund“ mit Chanson-Sängerin Anna Veit & 5 Münchner Philharmonikern ist am Montag, den 01.08.2022 im Klosterpark zu hören. Altbekannte und nie gehörte Chansons, die kein Auge trocken und kein Ohr kalt lassen. Von Kreisler über Brel bis Barbara. Von Liebesschmerz über Größenwahn bis zur Todesverachtung. Schön. Schön schaurig. Traurig. Böse. Lustig. Sehr, sehr lustig bisweilen. Sie besingen die überirdisch große Sehnsucht nach Lebenslust und werfen sich gnadenlos ehrlich ins Klangbett eines Blechbläserquintetts mit Schlag. Die Musiker der Münchner Philharmoniker und die Sängerin Anna Veit suchen und finden in der ungewöhnlichen Kombination von Stimme, Blech und Schlagwerk den Dialog zwischen Klang und Text als neue Ausdrucksmöglichkeit von Stimmungen, Emotionen und Atmosphären. Und wo auch immer man sich wiederfindet in all diesen Liedern und Szenerien, man wird geläutert dieses Konzert verlassen und wissen: Im Grunde könnte alles viel schlimmer sein.

Konstantin Wecker feiert im Sommer im Kloster Banz seinen 75. Geburtstag und gastiert am Dienstag, den 02.08.2022 mit Joe Barnikel und seinem „Solo zu zweit“ im Kloster Fürstenzell. Konstantin Wecker gehört zusammen mit Hannes Wader und Reinhard Mey zur Spitze der deutschsprachigen Liedermacher. Mal streitbar, mal besinnlich, mal sanft, mal explosiv – aber immer leidenschaftlich: So kennt und liebt das Publikum den Musiker aus München. Der Liedermacher, der die deutsche Musikszene seit über vier Jahrzehnten mitprägt, ist sich selbst immer treu geblieben und wird so auch auf seiner aktuellen Tour den Menschen wieder Mut machen, sich zu empören. Dies tut er mit wütenden und zärtlichen Tönen sowie traumhaft schönen Melodien – geschrieben für seine Anhänger und all diejenigen, die Konstantin Wecker für sich neu entdecken möchten.

Den Support für Konstantin Wecker liefert Elmar Slama & Band ab 19:00 Uhr (02.08.2022) mit seinem neusten Bühnenprogramm. „Neue bayerische Lieder“ nennt der Passauer Pianist Elmar Slama seine selbst komponierten Lieder in bayerischer Sprache, die mal frech, provozierend oder zynisch, bisweilen bösartig, politisch und voll tiefer Liebe in all ihren leidenschaftlichen Variationen erscheinen. Stilistisch geprägt von der europäischen Liedermachertradition (Cantautore) wie Franz Schubert, Robert Schumann, Konstantin Wecker, Georg Kreisler, den Beatles aber auch Nirvana finden sie ihre eigene Klangsprache. Sie handeln von Freunden, Freude, Mut, Siegen, Niederlagen, Leid und Tod, geißeln politische Missstände und spielen mit der Sehnsucht nach dem weiten Meer. Elmar Slama will Menschen aufrütteln, mit dem Herzen zu denken. Er will Mut machen, Leidenschaft wecken und die Seele anrühren. Dabei bedient er sich bei seinen Stücken verschiedenster Stilrichtungen vom Kunstlied, Rock bis Reggae, von Swing bis Polka und nähert sich dabei teils augenzwinkernd auch heimatlichem Volksliedgut an. Text und Musik passen sich auf diese Weise in Wechselwirkung einander an. Begleitet wird der Musiker von einer Band, die er Anfang 2017 zusammengestellt hat: Michael Guppenberger - Gitarre, Uli Schwarz - Keyboards und Sounds, Schlagwerk – Michael Maier, Backgroundgesang - Sonja Lenz und Maria Altendorfer.

 Immer wieder ein Live-Act der Extraklasse ist die Formation um den Südtiroler Herbert Pixner, der am Mittwoch, den 03.08.2022 im Klosterpark sein neustes Bühnenprogramm präsentiert. Begonnen hat das musikalische Experiment rund um den Südtiroler Musiker Herbert Pixner im Jahre 2005. Seither gab es über zehn Alben, die meisten davon mit Gold- und Platinstatus, und über 1500 umjubelte Konzerte im gesamten deutschsprachigen Raum. Als musikalischer Tausendsassa spielt Pixner nicht nur die Diatonische Harmonika, Klarinette, Trompete oder Percussion, sondern beherrscht auch unterschiedlichste Stilrichtungen - vom Landler bis hin zu Rockmusik. Zusammen mit Werner Unterlercher, Heidi Pixner und Manuel Randi ist der in Südtirol aufgewachsene Musiker wieder als „Herbert Pixner Projekt“ unterwegs. Ohne großen technischen Schnickschnack verbinden die Musiker bei ihrer „finest handcrafted Music from the Alps“ traditionelle alpenländische Musik, Flamenco, Gipsy-Jazz, Blues, Rock und Worldmusic zu außergewöhnlichen Kompositionen, die ein Publikum quer durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten begeistert. Energiegeladene, spannungsreiche Musik mit viel Herzblut - eine Mischung, mit der das Quartett seit über 15 Jahren diesseits und jenseits der Alpen das Publikum begeistert. „Intelligente, authentische Musik, die die Vier auf der Bühne mit viel Leichtigkeit, Spielfreude und einem kongenialen Zusammenspiel präsentieren.“ (Münchner Merkur). Beim Open Air 2022 erleben Sie Herbert Pixner (Diatonische Harmonika, Klarinette, Trompete & Saxophon), Heidi Pixner (Tiroler Volksharfe), Manuel Randi (Gitarren) und Werner Unterlercher (Kontrabass).

Eine Kombi der Extraklasse mit zwei aufstrebenden Newcomern treten am Freitag, den 05.08.2022 beim Open Air in Fürstenzell auf: die Kapelle So&So mit den Cuba Boarischen 2.0!

Die Kapelle So&So mit ihrem aktuellen Programm „Nua ned hudln“ spielt zum ersten Mal in Fürstenzell. Mitglieder dieser Formation kennt man von LaBrassBanda bis hin zu den Egerländer Musikanten. Es ist ja nicht so als wären sich die sechs Burschen aus dem Rupertiwinkel, dem Pinzgau und dem Inntal erst vor kurzem über den Weg gelaufen, nein ganz im Gegenteil: kennen tun sie sich schon etliche Jahre. Dennoch dauert es bis ins Jahr 2016, bis sie sich entscheiden, die Formation „Kapelle So&So“ ins Leben zu rufen. Nach den ersten Konzerten wird schnell klar, dass es stilistisch für die sechs Vollblutmusikanten nur wenige Grenzen gibt. Ob Volksmusik, Klassik oder Reggae, gespielt wird einfach alles was Spaß macht. Nahezu alle Stücke und Lieder sind Eigenkompositionen, was den unverwechselbaren Sound der Band ausmacht.

Den zweiten Act des Abends präsentiert die Formation CubaBoarisch 2.0 mit dem Programm „Dahoam is überoi“. Ob Salsa, Son oder Landler, sie haben es einfach im Blut: die flotten kubanischen Rhythmen ebenso wie die erdigen bayerischen. Der Chiemgauer Musiker Leo Meixner, ehemaliger Sänger der deutschlandweit gefeierten CubaBoarischen, und die kubanische Vollblutmusikerin und Sängerin Yinet Rojas Cardona lassen im Duo ihre Seelen verschmelzen und präsentieren einen sprudelnden musikalischen Cocktail aus kubanischem Rum, globalem Pop und Bavaria. Ihr neuester Song samt Video „Dahoam is überoi“ darf als grundsätzliche Herzensbotschaft verstanden werden. Der Song geht direkt ins Ohr und in den Bauch. Das liegt zum einen an dem frischen und mitreißenden Sound von CubaBoarisch 2.0, aber auch am emotionalen Thema: „Wo is unser Dahoam, wo kea ma denn hi, wer bin i?“ Zum Glück gibt es darauf eine klare Antwort: „Dahoam is überoi, aufm Gipfel oder drunt im Tal, von Kuba bis nach Tirol, in Miami, in Rio, am Panamakanal.“ Und so lebt das Video auch von kurzen Clips zum Thema Heimat der kosmopolitischen Fangemeinde rund um den Erdball. Egal ob im Video oder live auf der Bühne: ein Genuss für Ohren und Augen! Marinus Wagner und Philipp Treichl blasen dazu virtuos einen bayerisch-südamerikanischen Marsch, Boris von Johnson heizt mit flotten Latinrhythmen an der Percussion die Stimmung an, Csaba Schmitz lässt seine Drumsticks ebenso dazu tanzen wie Peter Rutz seine Händen auf dem Piano, während der so coole wie erdig-alpine Groove von Funk- und Soulbassist Bernhard Lackner direkt in die Hüfte geht! So fließen derzeit im Chiemgau die Wasser der Alpenseen mit denen von Karibik und Pazifik zusammen und sprudeln einen frischen Wellengang daher, auf dem sich herrlich surfen lässt. Selbstverständlich mit einem lässigen Hüftschwung! Und wer weiß, an welchen musikalischen und geografischen Ufern CubaBoarisch 2.0 noch anlanden wird. In unserer globalisierten Welt vermählen sich Tradition und Moderne aus verschiedensten Kulturen herrlich miteinander.


BEGINN DER KONZERTE IM FÜRSTENZELLER KLOSTERPARK IST JEWEILS UM 19.30 UHR

WEITERE INFORMATIONEN UND TICKETS:

www.donaufestival.de