
Diese Auszeichnung wurde vor mittlerweile 26 Jahren vom Künstlerehepaar Edda Seidl-Reiter und Erwin Reiter ins Leben gerufen und wird jährlich an Personen verliehen, die sich durch ihr besonderes Engagement im Bereich von Kunst und Kultur grenzüberschreitend im Dreiländereck hervorheben. Eine Jury ermittelt dabei den Preisträger/die Preisträgerin, die Gemeinde Julbach übernimmt die Organisation. Die Verleihung findet im Rahmen eines Festaktes immer am Wochenende des St. Anna-Festes der Gemeinde Julbach statt. Der Preis wird von Bürgermeister Johannes Plattner und der Künstlerfamilie an den Preisträger/die Preisträgerin überreicht. Dabei handelt es sich um eine Bronzestatue, die Erwin Reiter selbst entworfen und in einer Auflage von 100 Stück eigens dafür vorgesehen hat. Die Statue wird zusätzlich mit dem „verbindenden“ Band von Edda Seidl-Reiter, als textiles Element in Form eines „Heiligenscheins“, gekrönt. Die Musikkapelle Julbach schafft den feierlichen Rahmen zu diesem Festakt.
Dieses Jahr fiel die Wahl der Jury auf Rudolf Klaffenböck, Künstler und Kabarettist aus Passau. Klaffenböck wirft in seinen Werken und Aktionen einen kritischen und einfallsreichen Blick auf die Geschichte unserer Länder und auf die reale Absurdität des Moments. Er rückt die Beziehungen der Nachbarländer Österreich, Deutschland und Tschechien somit ins öffentliche Interesse und regt zum Nachdenken und zu Diskussionen an – nicht selten gepaart mit Hintersinn. Klaffenböck spannt dabei in seinen Arbeiten einen weiten Bogen vom Abbruch der belasteten Passauer Nibelungenhalle über die Veränderungen durch die Grenzöffnungen zu Tschechien bis hin zur aktuellen Migrationsthematik.