Oby’s Opinion

Wie immer im Dezember: Ein Spendenaufruf

JEMEN:
DIE ÜBERLEBENSCHANCEN WERDEN SCHLECHTER

„Jemen ist derzeit der schlimmste Ort auf der Welt für ein Kind. Über 1,8 Millionen Kinder leiden an akuter Mangelernährung. 400.000 von ihnen sind so schwer unterernährt, dass sie in Lebensgefahr sind. Es ist herzzerreißend. Ein Waffenstillstand würde es UNICEF und anderen Organisationen erlauben, die Hilfe noch
mehr auszuweiten“, sagt Geert Cappelaere, der UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen und Mittleren Osten. Der Krieg im Jemen hat das Land zu einer Hölle für Kinder gemacht. Über elf Millionen Kinder – das sind rund 80 Prozent aller Mädchen und Jungen – sind heute auf
humanitäre Hilfe angewiesen. Der Krieg hat die Infrastruktur verwüstet und zu einer schweren Wirtschaftskrise mit einem massiven Verfall der Währung im ärmsten Land der arabischen Welt geführt.
Hierdurch können sich immer mehr Familien keine Grundnahrungsmittel mehr leisten. Es besteht die akute Gefahr, dass noch mehr Kinder in eine lebensbedrohliche Situation geraten. Über eine Million Kinder sind innerhalb des Landes auf der Flucht vor der Gewalt.
Krankheiten, wie Cholera oder lebensgefährlicher Durchfall, breiten sich aus. Die Wasserversorgung
und Abwasserentsorgung ist vielerorts zusammengebrochen. Über die Hälfte der Krankenhäuser und Gesundheitsstationen sind nicht mehr funktionsfähig, weil sie beschädigt wurden oder kein
Personal mehr zur Verfügung steht. Seit zwei Jahren

wurden keine Gehälter mehr bezahlt. Viele Schulen bleiben geschlossen. Extrem besorgt ist UNICEF
über die Lage in Hudeida. Seit Juni sind schätzungsweise 570.000 Menschen aus der umkämpften Hafenstadt geflohen. Gemeinsam mit Partnern versorgt UNICEF die Familien mit Nahrungsmittelpaketen, Hygieneartikeln und Trinkwasser. Mobile Gesundheitsteams kämpfen gegen die Ausbreitung von Cholera.